Jetzt also da ich mit dem schnellsten Tuk Tuk Fahrer Sri Lankas die Berge hinab geheizt bin und jede Kurve quasi im Liegen auf der Rücksitzbank vom Tuk Tuk ausgemessen habe weiß ich, dass man in knapp 3 Stunden reiner Fahrzeit die Strecke Haputale nach Udawalawe bewerkstelligen kann. Ich bin heilfroh, dass ich mich für den Wahnsinnsritt per Tuk Tuk entschieden habe und nicht den lokalen Bus den Vorrang gelassen habe. Bei den unzähligen scharfen Links- und Rechtskurven wäre ich sicherlich das ein oder andere mal an meine körperlichen Grenzen geraten und hätte vermutlich mehr wehleidig als aufrecht die 5-stündige Bergfahrt überstanden. Zudem kann ich dem privaten Chauffeuer auch immer wieder ein Signal zum Fotostopp hier und dort geben, was zusätzlich von Vorteil ist. Und natürlich freue ich mich, dass dann nach drei Stunden Fahrt auch noch eine passable Bleibe für die nächsten zwei Nächte in dem ziemlich unspektakulärem Örtchen Udawalawe gefunden wird. Zwar reihen sich dutzende Unterkünfte an die viel befahrene Straße zum Udawalawa Nationalpark, doch dem klangvollen Namen Resort tragen nur die wenigsten tatsächlich Rechnung. Schon nach der ersten Nacht bin ich ziemlich genervt von dem lauten Verkehr und verfluche mal wieder eine schlaflose Nacht. Jetzt muß der Park mir schon einiges bieten, damit ich mit meiner Entscheidung hierher gekommen zu sein auch wieder versöhnt werde. Pünktlich um halb drei nachmittags kommt der Jeep zur Unterkunft vorgefahren und alsbald ist der Udawalawa Nationalpark erreicht. Hier soll es etliche Elefanten, Wasserbüffel, Krokodile und sogar Leoparden zu sehen geben. Nachdem die 15 Dollar Eintritt berappt wurden, geht es auch schon in den Park. Unbefestigte Pisten mit tiefen Schlaglöchern der letzten Regentage ziehen sich durch eine Landschaft, die fast wie eine afrikanische Savanne anmutet. Und schon bald tauchen die ersten Tiere auf, Elefanten gibt es unzählige zu sehen aber auch Wasserbüffel und viele verschiedene Vogelarten. Nur der Leopard will sich nicht zeigen! Aber egal. Am Ende der fast 4-stündigen Nachmittgassafari habe ich viel gesehen und eine wunderbare Zeit im Udawalawa Nationalpark verbracht.

Written on Dezember 23rd, 2015 , Asien, Sri Lanka Tags:

Ithala Nationalpark – Golden Gate Highlands Park – Clarens (690 km)

Leider neigt sich auch der schönste Urlaub einmal dem Ende entgegen. Zum Abschied von drei abwechslungsreichen Wochen Südafrika war mir die weite Anfahrt vom Ithala Nationalpark durch den atemberaubenden Golden Gate Highlands Park nach Clarens egal. Wer einmal in der untergehenden Abendsonne die rot leuchtenden Felsen der Maloti Berge und die gelb schimmernde Weite der Graslandschaft im Golden Gate Highlands Park erlebt hat, der verliebt sich sofort in diese wunderbare Landschaft und möchte diese mit allen Sinnen voll genießen. Und als ob das noch nicht genug wäre, kaum 20 km weiter folgt das kleine Künstlerörtchen Clarens mit seiner ganz eigenen Stimmung. Die vielen kleinen Galerien und die niedlichen Geschäfte verleihen dem Ort seine eigene Atmosphäre, die sich von jeder anderen südafrikanischen Stadt unterscheidet. Hier kann man es gut und gern mehrere Tage aushalten, zumal auch die Umgebung noch ihre Reize hat. Einen Tagesausflug nutzte ich für die Anfahrt zur Rückseite des Amphitheater und zum Fuße des Mont-Aux-Sources zum Sentinel Car Park auf 2.540 Metern Höhe. Allein die Autofahrt zum Parkplatz war schon ein Erlebnis für sich, denn die „Straße“ windet sich abenteuerlich an den Berghängen des Amphitheater in die Höhe und mit jeder Kurve wird der Zustand der Piste kritischer. Nur mit viel Brems-, Kupplungs-, und Gasgefühl ließ sich das Auto einmal sicher die Piste hinauf und auch wieder herunter manövrieren. Ein wahnsinniges Erlebnis! Und vom Parkplatz aus kann man dann noch bis zum Gipfel des Sentinel auf 3.165 Meter aufsteigen. Ein wahnwitziger Wanderweg, der zum Abschluss noch den Aufstieg auf den Sentinel über Strickleitern erfordert. Einfach unglaublich!

Written on Juni 25th, 2015 , Afrika, Südafrika Tags:

Mopani Restcamp – White River – Ithala Nationalpark (1139 km)

Ey Babba! Plötzlich turnt ein Uniformierter vor meinem Auto herum. Ich war gerade im Begriff am Phalaorwa Gate den Krüger Nationalpark zu verlassen, als ein südafrikanischer Polizist mir begreiflich macht, dass ich mit 17 km/h durch den Krüger zu schnell gefahren bin. Das mache 1.000 Rand Strafe, aber für mich könne er das Bußgeld halbieren oder gegen ein kleines Trinkgeld ganz einstellen. Zu blöd nur, dass ich nur noch ein paar Cent auf Tasche habe und so den Typen nicht schmieren kann. Naja, also komme ich um die halbierte Touristenstrafe nach viel Gerede und Verhandlung nicht herum und zahle knapp 35 Euro am Ausgangstor, quasi als Abschied aus dem Krügerpark. Dem nicht genug! Kaum fahre ich an eine nicht funktionierende Ampelkreuzung heran und sehe weit und breit keinen anderen Verkehrsteilnehmer, stoppe also nicht, da blinkt es in meinem Rückspiegel blau! Schon wieder die Bullen! Und schon wieder darf ich verhandeln, nur diesmal habe ich schon Bares auf Tasche. Jetzt kann ich die Strafe tatsächlich um einige Rand herunter handeln und bin trotzdem wieder 30 Euro Schmiergeld los!

Trotz der unerwarteten Spenden an die südafrikanische Polizei setze ich den Weg unbehelligt fort in Richtung White River und zu Amanda und Paddy und ihr Umsisi Cottage in den Bergen beim kleinen Örtchen Pebbels. Die Ankunft ist sehr herzlich und die Nächte in ihrer wunderbaren Unterkunft umso besser. Allein die Aussicht auf die Berge und die Täler und die Stadt Nelspruit sind es wert hier gewesen zu sein. Und nicht zu vergessen die wunderbare Empfehlung für ein leckeres Abendessen im Mahoi´s Restaurant am Bagdad Center auf dem Weg nach White River. Das Essen war fast so vielfältig lecker wie Südafrika in natura! Ein wahres Erlebnis, wofür ich den Koch anschließend noch umarmen musste!

Und dann folgte noch die ziemlich lange Anreise von White River in den Ithala Nationalpark. Einmal westlich herum um Swasiland. Landschaftlich ein Höhepunkt, nur nach 6 Stunden Fahrerei hatte ich echt die Schnauze voll, doch es folgten noch knapp 2 Stunden on the road! Dafür aber war die Ankunft im Ntshondwe Camp, dem Hauptcamp im Ithala Nationalpark, eine wahre Überraschung! Ein wahres Kleinod, fast so schön wie im Mapumgubwe Nationalpark im Dreiländereck Südafrika-Simbabwe-Botswana. Drei Tage verbringe ich nun hier, ehe es weiter nach Clarens und zum Golden Gate Highlandspark gehen wird.

Written on Juni 21st, 2015 , Afrika, Südafrika Tags:

Haenertsburg – Mapungubwe Nationalpark (487 km)

Weiter geht es in den Norden von Südafrika, eigentlich schon fast an das nördliche Ende des Landes, an die Grenze zu Simbabwe und Botswana. Ziel ist der nördlichste Park in der Region Limpopo, der Mapungubwe Nationalpark. Im Leokwe Camp, dem Hauptcamp des Parks, habe ich für zwei Nächte ein schönes Chalet gebucht, welches ausgiebig Platz auch für vier Personen bieten würde. Der Park selbst ist die lange Anfahrt auf jeden Fall wert, nicht nur wegen der Tiere die es hier zu entdecken gibt, insbesondere aber wegen seiner landschaftlichen Reize. Hier oben im Norden wird es zunehmend trockener und riesige und uralte Baobab Bäume säumen die wenigen einsamen Straßen. Kaum ist Mapungubwe erreicht, verlassen die Räder des Mietwagens den Asphalt und driften auf der unbefestigten Piste 11 km in Richtung Hauptcamp. Sind die ersten Kilometer im Park bewältigt, da wechseln Giraffen von einer zur anderen Straßenseite. Gleich hinter der nächsten Biegung blockiert eine Herde Impalas den Weg und auf den Hängen grasen Zebras und eine kleine Herde Gnus zieht an uns vorbei. Im Leokwe Camp angekommen fällt gleich der schöne und einsame Rockpool ins Auge, der bei den warmen Temperaturen sicher für eine Abkühlung gut ist. Leider hat der Mietwagen keine Temperaturanzeige, doch die Sonne brennt heißer vom Himmel als sie es in den Tagen zuvor getan hat. Sicher sind es aber um die 27 – 30 Grad im Schatten.

Die Nächte brechen im südafrikanischen Winter schneller über das Ende des Tages herein, als man es von den langen deutschen Sommernächten her gewohnt ist. Pünktlich um halb sechs Uhr abends ist die Sonne verschwunden und gegen sechs hat die Dunkelheit die Oberhand gewonnen. Ab jetzt beginnt es auch im Mapungubwe Park unheimlich zu werden! Mit einbrechender Nacht dringen fremdartige Geräusche aus dem afrikanischen Busch, doch das Brüllen der Löwen ist dabei unüberhörbar. Spätestens jetzt fühlt man sich auf der heimeligen Außenterrasse nicht mehr ganz so wohl und zieht den sicheren Platz im Chalet vor.

Am nächsten Morgen dringen die ersten zarten Sonnenstrahlen durch die Fenster ans Bett und sogleich verspürt man die Lust, den Park noch intensiver zu erkunden. Eine morgendliche Pirschfahrt durch den Park führt zum Treetop Birdwalk, einem Holzsteg in Baumkronenhöhe. Hier ist man Auge in Auge mit der Vogelwelt und kann seine Blicke über das fast trockene Flussbett des Limpopo schweifen lassen. Auch am Abend lohnt ein erneuter Besuch, den man dann auch noch mit dem Blick auf das Dreiländereck Südafrika-Simbabwe-Botswana abrunden kann. Bei Sonnenuntergang hat man von einer der vier verschiedenen Aussichtsplattformen am Confluence Lookout eine wundervolle Sicht über die Weite der afrikanischen Landschaft.

Mit so viel Glück habe ich dann schon gar nicht mehr gerechnet: Bei der Rückfahrt ins Leokwe Camp spaziert plötzlich völlig unbeeindruckt ein Leopard vor dem Mietwagen über die Straße und verschwindet im Busch. Dort markiert er noch sein Revier, um ebenso schnell wieder zu verschwinden wie er aufgetaucht ist. Ein unglaubliches Gefühl! Am selben Abend schlendert dann genauso unbehelligt eine Ginsterkatze über die Terrasse und selbst als ich aus dem Chalet heraustrete scheint sie sich an meinem Anblick nicht zu stören. Erst beim Versuch sie im Foto festzuhalten verschwindet sie auf Nimmerwiedersehen.

Auch wenn ich in Südafrika schon so einige Sachen erlebt und die ein oder anderen Tiere gesehen habe, den Mapungubwe Nationalpark kann ich jedem empfehlen der einmal richtiges afrikanisches Buschfeeling fernab jeglicher Zivilisation erleben möchte. Für mich bisher einer der Höhepunkte Südafrikas und der diesjährigen Reise!

Written on Juni 12th, 2015 , Afrika, Südafrika Tags:

Johannesburg – Thabazimbi – Marakele Nationalpark – Pilanesberg Nationalpark (566 km)

Angekommen in Südafrika. Zum dritten mal hat es mich inzwischen in das bezaubernde Land am südlichen Ende des afrikanischen Kontinents verschlagen. Nach einiger Planung am heimischen Computer entstand auf dem Papier eine Reiseroute, die nun in den kommenden drei Wochen in die Tat umgesetzt werden soll. Doch der Reihe nach. Der Abflugtag in Berlin Tegel begann mit einem Stau auf der Berliner A100. Zähflüssiger Verkehr trübte gleich zu Beginn des Urlaubs die Stimmung. Eine gute Stunde später als geplant kamen wir dann endlich am Flughafen an. Kaum verwunderlich also, dass der Check In bereits begonnen hatte, sich jedoch vor der Ausreisekontrolle eine endlose Schlange aufreihte. Schön! In einer Stunde soll der Flieger nach Doha abheben aber die deutschen Zollbeamten üben sich in stoischer Ruhe. Alles will seine Ordnung haben. Mich wundert es auch nicht, dass ich beim Sicherheitscheck eine Sonderbehandlung erfahre. Erst werde ich ausgiebig nach metallischen Gegenständen abgesucht, dann darf ich mich umgehend zur Sprengstoffkontrolle in einen gesonderten Raum begeben. Da meine Kameraausrüstung etwas größer als üblich ausfällt, wird von den Sicherheitsbeamten ein gesonderter Check vorgenommen, der aber zu meinem Glück negativ ausfällt. Nach der langen Prozedur  geht es umgehend in den Flieger nach Doha, der zu allgemeinen Freude nur halb ausgebucht ist. So gönne ich mir eine gesamte Mittelreihe für ein Schläfchen über den Wolken und komme ziemlich entspannt im heißen und stickigen Doha an. Auch hier das gleiche Spiel wie in Berlin Tegel. Sicherheitskontrollen, die aber weniger akribisch ausfallen als angenommen. Gut so, denn der Anschlussflug wartet nur eine Stunde. Leider ist der Flieger nach Johannesburg dann komplett ausgebucht, was kurz vor der Landung in Südafrika einen schwarzen Mitreisenden wohl auf seine Gemütsverfassung schlägt! Noch etwa 30 Minuten bis zur Ankunft am O.R. Tambo internationalen Flughafen Südafrika, der rennt der Typ wie ein Irrer durch die Gänge und lässt sich weder von dem Steward noch von den 6 Stewardessen beruhigen. Offenkundig leidet der Mitreisende an einer Panikattacke. Letztlich scheint die Situation zu eskalieren, so dass 5 beherzte Männer den Mann überwältigen,  damit die Stewardessen ihn anschließend am Sitz fixieren können. Nach der Ankunft in Johannesburg wird er dann im Geleit von drei Polizeibeamten abgeführt. Dieser kleine Aufreger stimmt nachdenklich und erklärt den Sinn der verschärften Sicherheitskontrollen an den Flughäfen…

Nach Übernahme des Mietwagens geht es nun endlich auf die Straße in Richtung Norden nach Thabazimbi, dem ersten Stopp auf der diesjährigen Rundreise durch Südafrika. In unmittelbarer Nähe zum Marakele Nationalpark habe ich ein schönes Gästehaus gebucht, welches von Dave und Monika geleitet wird. Die Gastgeber sind sehr herzlich und prompt fühlt man sich sofort wie bei Freunden angekommen. Und natürlich dürfen die obligatorischen Hunde nicht fehlen, die einem jeden Morgen voller Freude begrüßen.

Im Internet habe ich viel über den Marakele Nationalpark gelesen. Man könnte wohl mit einem normalen Auto die Straßen befahren aber viele Reiseforenbenutzer schreiben von erbärmlichen Straßenzuständen, auf denen ein normales Auto niemals manövriert werden könnte. Nachdem ich mich dann abends mit Dave ausgiebig über das Thema unterhalten hatte, ermutigte er mich den Park mit dem eigenen Auto zu befahren. Es sei alles überhaupt kein Problem. War es dann am Ende auch nicht. Die Zufahrtsstraße zum Aussichtspunkt über die Waterberge ist zwar abenteuerlich und steil, kurvig und eng, doch mit etwas Gefühl schafft man es unbeschadet bergauf und auch wieder bergab. Die einmalige Aussicht ist einfach grandios!

Völlig spontan entschied ich mich dann noch für einen Abstecher in den Pilanesberg Nationalpark, da die Tierdichte im Marakele nicht besonders hoch ist. Heute hingegen zeigten sich Elefanten, Nashörner, Zebras, Kudus, Warzenschweine, Krokodile, Nielpferde und etliche andere Wildtiere Südafrikas.

Written on Juni 8th, 2015 , Afrika, Südafrika Tags:

Shelly Beach – Durban – Pietermarizburg – Champagne Valley (448 km)

Jetzt sind wir in den herbstlichen Drakensbergen in Südafrika angekommen. Ein krasser Unterschied zu den bisher bereisten Etappenzielen. Zwischenzeitlich fiel das Thermometer auf nur 14 Grad Tagestemperatur bei Pietermarizburg und dann kletterte es wieder auf angenehme 23 Grad im zentralen Drakensberg. Die Gebirgskette reiht sich wie ein gewaltigen Massiv an der Grenze zu Lesotho auf. Manche Gipfel ragen weit über 3.400 Meter in die Höhe. In der Nacht fallen die Temperaturen im Herbst dann auch schon auf kalte 3 Grad, doch die Tagessonne heizt sehr schnell wieder ein. Die Gegensätze zum Rest des bisher bereisten Landes sind groß. Das paranoide Sicherheitsempfinden bei den weißen Südafrikanern scheint hier nicht so stark ausgeprägt zu sein. Die Schwarzen sind sehr nett und zugänglich und haben immer ein Lachen auf den Lippen. Die Armut ist aber offensichtlich. Heute kamen mehrere Kinder auf unser Auto zugerannt und haben bettelnd die Hände aufgehalten. Bisher die erste Erfahrung dieser Art.

Written on Mai 23rd, 2014 , Afrika, Südafrika Tags:

Graskop – Nelspruit – Hlane Nationalpark – Hluhluwe Hilltop Camp (821 km)

Angekommen im Hilltop Camp in Kwazulu Natal´s Hluhluwe Nationalpark. Heute gibt´s nur eine kurze Wasserstandsmeldung, denn die Internetverbindung ist hier leider nicht gut genug für ausführliche Berichtserstattungen. Doch die Bilder der letzten Tage sind Eindruck genug, um unsere Erlebnisse im Ansatz nachvollziehen zu können.

Written on Mai 15th, 2014 , Afrika, Südafrika, Swaziland Tags: , ,

Graskop – Phabeni Gate – Skukuza – Afsaal – Pretoriuskop – Numbi Gate – Sabie – Graskop (270km)

Heute hat es uns noch einmal in den südlichen Krüger Nationalpark verschlagen. Eine schöne Route führt durch teilweise karge Landschaft von Phabeni Gate in unterschiedlichen Schleifen bis zum Numbi Gate. Mal führt der Weg über asphaltierte Straßen, dann geht es über holprige Pisten weiter durch den Park. Immer wieder queren Giraffen und Elephanten die Straße. Insbesondere bei ausgewachsenen Elephantenbullen gebührt ein angemessener Respekt. Fühlen sich die Tiere gestört, dann können sie blitzschnell den Störenfried attackieren und so die Rangordnung wieder gerade rücken. In dem Fall war es heute ein wagemutiger Selbstfahrer im Park, der dem Bullen zu nahe gekommen ist. Um ein Haar hätte der Elephant das Auto gerammt. Nur durch die rasante Beschleunigung des Fahrers wurde der Zusammenstoß verhindert. Ein gleiches Schauspiel endete beim Phalaborwa Gate negativ für den Autofahrer. Ergebnis: Auto lag nach der Elephantenattacke auf dem Dach, mitsamt verstörter Insassen versteht sich.

Morgen geht es dann weiter nach Swasiland in den Hlane Nationalpark. Dort habe ich eine Unterkunft im Ndlovu Camp gebucht, welches echtes Buschfeeling ohne Strom garantiert. Die Wildniss rundum und am Wasserloch gelegen. Ich bin gespannt!

Written on Mai 11th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: , ,

Graskop – Orpen Gate – Satara – Orpen Gate – Graskop (410 Kilometer)

Völlig spontan haben wir heute die lange Anreise von Graskop zum Orpen Gate am Krüger Nationalpark unternommen. Von unserer Unterkunft bis zum Tor waren es knapp 100 Kilometer Fahrtstrecke.  Schon die Anfahrt zum Krügerpark war ein Erlebnis. Über die Kowyns Pass Straße geht es steil bergab und schnell verlieren wir an Höhenmetern. Ebenso rasant klettert die Temperatur in die Höhe. Von anfänglichen 18 Grad in Graskop enden wir schließlich bei 36 Grad beim Satara Camp im Krüger Nationalpark. Obwohl die Tour von Graskop recht anstrengend ist, hat sich jede Minute Fahrt heute gelohnt. Beim Satara Camp führt die unbefestigte Straße S100 mehrere Kilometer durch den Krügerpark. Sie gilt als besonders Löwen sicher. Und auch wir dürfen den Königen der Savanne anmutig beim Dösen im Schatten zuschauen. Ein Erlebnis! Sechs Stunden Aufenthalt im Park haben sich gelohnt. Obwohl die Müdigkeit nach solch einem langen Tag die Oberhand gewinnt, freue ich mich schon riesig auf den nächsten Tag wenn es wieder in die Wildnis von Afrika geht.

Written on Mai 10th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: , ,

Wer einmal die Sonnenstrahlen auf den gelben und roten Felsformationen aus Sandstein hat tanzen sehen, der versteht schnell, warum der Nationalpark den Namen “Goldenes Tor” trägt. Das Farbenspiel des Lichts wirkt faszinierend und zieht den Besucher sofort in seinen Bann. Der mehr als 34.000 ha große Park liegt zu den Füßen der Maluti-Berge. Entlang der Fahrstraße erstreckt sich ein buntes Zwillingsmassiv aus Sandstein, das Golden Gate. Während der Frühlingsblüte, von der noch ein zarter Resthauch zu erkennen ist, blüht und grünt es überall im Park. Wir erkundeten die Umgebung sowohl zu Fuß als auch mit unserem Tazz, der uns auf den angelegten Fahrstraßen zu wunderschönen Aussichtspunkten beförderte. Der Holkrans Trail zählt zu den wohl eindrucksvollsten Wanderwegen des Golden Gate Nationalparks. Er beginnt hinter dem Hauptcamp des Parks und führt auf steil ansteigenden Pfaden zu schönen Sandsteinvorsprüngen, Felsskulpturen und beeindruckenden Höhlen. Hölzerne Leitern und Stege schlängeln sich entlang der Felskanten und führten uns zu Höhleneingängen, von denen wir wunderschöne Ausblicke auf das unten liegende Tal hatten. Obwohl der Holkrans Trail nur auf einer Gesamtlänge von 2 km durch die Bergwelt führt, macht er doch schwere und müde Beine.

Schon in den Tagen zuvor hatten wir dem kleinen Örtchen Clarens einen Besuch abgestattet. Die Südafrikaner nennen den Ort “Little Switzerland”, da er im Winter vom herabfallenden Schnee verzaubert wird und weil er nach dem Schweizer Ferienort am Genfer See benannt ist. Doch Clarens ist viel mehr, oder doch viel weniger? Es ist ein Ort der Inspiration für Künstler und Fotografen, da das umrahmende Bergmassiv von Clarens eindrucksvoll den Ort bestimmt, dessen Schönheit durch einen kleinen Bach, alte Sandsteingebäude und blühende Frühlingswiesen noch verstärkt wird. Doch Clarens ist auch ein Ort des Massentourismus, mit teuren Kunsthandlungen und überteuerten Souvenierläden. Was man in der Umgebung für weitaus weniger Geld erstehen kann, findet man in Clarens oft für den drei- oder vierfachen Preis. Warum, das verstehen nicht einmal die Südafrikaner!

Written on Dezember 5th, 2007 , Afrika, Südafrika Tags:

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