Reiseziel Luang Prabang. So schön, so gut. Aber der Reihe nach. Motorenlärm aus der Propellermaschine begleitet uns fast eine Stunde, dann setzen wir sanft auf der Landebahn von Luang Prabangs internationalen Flughafen auf. Ein paar Schritte an den geparkten Fliegern vorbei und wir befinden uns in der Ankunftshalle und bei der Einreisekontrolle. Wir haben vergessen Passfotos für das Visum anfertigen zu lassen. Im vergangenen Jahr benötigte man noch zwei Exemplare davon, um auf den unzähligen Papierstapeln jene anzuheften, um den bunten Ausdruck “Visum” wenig später im Reisepass zu erhalten. Inzwischen kann man für einen geringen Aufschlag sein Abbild scannen lassen und benötigt die bunten Bildchen aus den Automaten nicht mehr. Wir hatten uns vorgenommen in der Altstadt abzusteigen, doch entgegen unserer Erwartungen war leider das passende Gästehaus belegt und die anderen Optionen zu laut oder ließen den Gegenwert für den zu zahlenden Übernachtungspreis vermissen. Also schwungen wir uns kurzerhand auf die Mopeds und ließen uns in eine vermeintlich bessere Bleibe fahren. Das Zimmer ist gut, doch die Nachbarn entpuppen sich als wahre Krachmacher. Es wird gehämmert, gesägt, gefeiert, Musik gehört, gesoffen und Karaoke gesungen. Eine nicht enden wollende Karavane von Backpackern aus Australien, Amerika und Polen strömt in unsere Bleibe und nervt mit Skype, Handy und “Hier bin ich” Stimmung gewaltig. Überall in der Stadt zieren sehr junge Backpacker, überwiegend aus Australien und den USA das Bild. Ein permanenter Geruch von Gras verströmt das passende Geflüster, das in Kombination mit Alkohol zum wabernden Getöse wird. Ein ehrliches Nachfragen, wie es denn zur Zeit in Vang Vieng so aussieht, malt mir leider das Bild vom laotischen Ballermann vor die Augen. Schade, so mache ich auch in diesem Jahr wieder einen Bogen um diesen Ort.

Written on Dezember 8th, 2013 , Asien, Laos Tags:

Ungelogen der kürzeste Flug meines Lebens katapultierte mich in nur 30 Minuten von Luang Prabang nach Vientianne. Einmal kurz rauf, mit Service on Board, dann schnell wieder runter. Die Alternative dazu wäre die Busfahrt gewesen. Doch wenigstens 8-10 Stunden im Bus hocken, nein danke! Meine letzte Busfahrt durch die Karstberge im Norden bis nach Vientianne ist mir in unangenehmer Erinnerung geblieben. Da half selbst das VIP am Bus nichts, denn die Straße windet sich in aberhunderten Kurven bergauf und bergab bis nach Vientianne. Die knapp 380 Kilometer werden dann zur härtesten Probe, wenn neben, vor und hinter dir die Leute die Plastiktüten zücken, um ihr morgendliches Frühstück darin zu entleeren. Spätestens wenn der gesamte Bus nach Erbrochenen riecht, hält es selbst der stärkste Magen nicht mehr aus.

In Vientianne angekommen, fühlt sich die laue Abendbrise schon um einiges wärmer an als in Luang Prabang. Die Zeit der langen Hosen und Hemden hat nun tatsächlich ein Ende. Bei etwa 30 Grad auch kein Wunder. Gleich an der unscheinbar schwarz leuchtenden That Dam Stupa habe ich ein günstiges Zimmer bezogen. Alles in Ordnung. Nur die bösartigen Straßenköter verschaffen sich Ehrfurcht. Mistviecher!

Written on Dezember 17th, 2012 , Asien, Laos Tags: ,

Die innere Ruhe und die Ausgeglichenheit sind zurück. Die ganze Last des Alltags der letzten Monate ist abgefallen und ich fühle mich angekommen. Ich bin glücklich und zufrieden und habe mich voll und ganz der Stadt und dem Leben hingegeben. Laos wirkt auf mich wie ein Ruhepol, obwohl Luang Prabang die wohl lebendigste Stadt von ganz Laos ist. Die Kulturgüter und die wundervolle Umgebung locken Jahr für Jahr unzählige Gäste aus der ganzen Welt an. Noch ist der internationale Flughafen kaum mehr als eine Rollbahn mit einem winzigen Terminal, an dem nur eine handvoll Flüge täglich abgefertigt werden. Doch in der Hochsaison, die zu Weihnachten und zum Jahreswechsel hier anbricht, strömen tausende Gäste in die Stadt und die Preise der ohnehin schon teuren Hotels schnellen dann noch mehr in die Höhe. Zu der Zeit ein wirklich günstiges Zimmer zu finden, dürfte aus meiner Erfahrung schwierig werden.

Luang Prabang ist bekannt für die umfangreiche Geschichte, die das alte Königreich hier geschrieben hat. Zeugen jener Zeit sind die unzähligen Tempelanlagen, die insbesondere auf der Halbinsel im alten Stadtkern von Luang Prabang zu finden sind. Zu den wichtigsten Anlagen zählt das “Wat Xieng Thong”. In der Abenddämmerung glitzern die goldenen Verzierungen und Wandbilder in der untergehenden Sonne.

Ein Besuch bei den “Kuang Si Wasserfällen” ist ebenso beliebt. Ich habe die 32 km Tour bis dorthin mit dem Moped unternommen. Ein wunderschöner Ausflug.

Mit dem Boot war ich heute vier Stunden auf dem Mekong unterwegs und habe mich einfach treiben lassen. Ziel meines Ausflugs waren die Pak Ou Höhlen, in denen gläubige Buddhisten auf ihrer Durchreise auf dem Mekong seit Jahrhunderten zahlreiche Buddhafiguren hinterlassen haben. Inzwischen sind es wohl weitmehr als 4.000 Figuren, die in der Höhle anzufinden sind.

Written on Dezember 14th, 2012 , Asien, Laos Tags:

Sabai Di -Laos! Endlich zurück. Sechs Jahre nach Beginn meiner Weltreise bin ich zurück in Luang Prabang, doch diesmal nicht mit dem Boot stromabwärts auf dem Mekong von Thailand kommend, sondern in einer Propellermaschine der Lao Airline von Bangkok fliegend. Anfangs ein etwas ungutes Gefühl, gleicht doch das Flugzeug eher einer Sardinenbüchse. Doch die Neugierde und die Aufregung über das Unbekannte sind größer als irgendwelche Angstzustände, die auch völlig unbegründet wären. Ganz sanft hebt der Flieger von der Startbahn ab und von Unruhe ist nichts zu spüren. Kaum mehr als 1,5 Stunden dauert der Flug nach Luang Prabang und schon habe ich den Lärm von Bangkok vergessen. Hier dröhnt keine laute Musik aus überdimensionierten Lautsprechern und kein kitschig bunter Freiluftmarkt beherrscht den Anblick der Stadt. Obwohl sich sehr viel in der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Stadt geändert hat, ist sie doch irgendwie weit davon entfernt aufdringlich zu wirken. Erschrocken bin ich allerdings von den sehr hohen Übernachtungspreisen und der Vielzahl von Luxushotels, Resorts und Gästehäusern. Die Suche nach einer Bleibe verläuft trotzdem schwierig, denn oft genug bekomme ich überteuerte Zimmer gezeigt, die den Preis in keiner Weise rechtfertigen oder das anvisierte Hotel oder Guesthouse ist bereits ausgebucht. Und doch findet sich nach etwas längerem Suchen ein schönes Zimmer mit Balkon und riesigem Bett. Nun sind es nur noch die Grillen, Hähne, Katzen oder Hunde, die meine Nachtruhe stören könnten. Vorbei der Lärm und die Hektik. Ab jetzt beginnt die enntspannte Zeit in Laos. Ich freue mich auf die nächsten vier Wochen, die nun noch vor mir liegen.

Written on Dezember 12th, 2012 , Asien, Laos Tags:

Nachdem wir uns gestern von der Party des Vortages erholen mussten, hatten wir uns heute die Besteigung des Heiligen Tempelberges Phou Si in Luang Prabang vorgenommen. Bei besten Wetter hatten wir eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Ehe man jedoch den heiligen Berg besteigen kann, bedarf es 328 schweißtreibender Stufen, die über zwei Terassen auf den Gipfel des Berges führen. Inzwischen haben sich die Laoten angewöhnt, für alle “Spots Of Interest” Eintritt zu kassieren. Meist muss man 10.000 Kip für einen Besuch im Tempel hinlegen. Eigentlich nicht viel, umgerechnet etwa 0,80 EUR, jedoch für asiatische Verhältnisse recht teuer. Einmal auf dem Phou Si angelangt, kann man auch die Überreste eines alten Flakgeschützes aus der Zeit des Indochinakrieges bestaunen. Eigentlich merkwürdig, da das Böse und das Spirituelle hier sehr eng beieinander liegen!

Für die folgenden Tage in Laos haben wir uns heute etliche Gedanken gemacht. Zuerst waren wir der Ansicht, zur Ebene der Tonkrüge nach Phonsavan zu reisen. Später sollte uns die Reise nach Vang Vieng führen. Aufgrund der “knappen” Zeit und der teuren Transportkosten im Land entschlossen wir uns aber doch, gleich die direkte Route in die Hauptstadt nach Vientianne zu wählen. Also werden wir morgen etwa acht Stunden mit dem Bus unterwegs sein. Die nächsten Tage in Laos werden wir uns auf den südlichen Bereich des Landes beschränken, da ein Monat viel zu knapp ist, um entspannt das gesamte Land bereisen zu können.

Written on Januar 2nd, 2007 , Asien, Laos Tags:

Wir wohnen seit sechs Tagen in einem Guesthouse unter schweizerischer Leitung. Als wir hier angekommen sind, waren wir zuerst nicht sehr erfreut über die Behausung, da alles noch recht frisch nach Farbe roch. Jedoch verflog der Geruch innerhalb einer Nacht und wir haben es nicht bereut, in diesem Guesthouse geblieben zu sein.

Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde einheimische Handwerker gesucht, die das gesamte Haus mit allen Zimmern streichen sollten. Es fanden sich auch “Maler”, die sich zuerst als solche ausgegeben haben. Mit acht Leuten auf dem Tuk Tuk kamen diese “Maler” am Guesthouse an. Was sie im Gepäck hatten war ein Hammer! Keine Spur von Malerhandwerkszeug! Dieser Hammer wurde mitten in den Eingang zum Guesthouse gelegt und alle Besucher und alle “Maler” stiegen die gesamte Prozedur darüber hinweg. Das Ende vom Lied war, dass der Schweizer selbst noch alles Material kaufen musste, damit die “Maler” das Gebäude streichen konnten. Es lebe das Handwerk!

Written on Januar 2nd, 2007 , Asien, Laos Tags:

Zum Silvestertag hatten wir uns Fahrräder ausgeliehen, um die Umgebung von Luang Prabang zu erkunden. Inzwischen gefällt uns die Stadt sehr gut und wir werden vermutlich erst am 03. Januar weiter gen Süden reisen. Das Sabai Dii – Hallo und Guten Tag – begleitete uns den gesamten Ausflug über. Kaum hatten wir uns aus Luang Prabang begeben, wurde das Leben der Menschen ursprünglicher und natürlicher. Keine Touristen waren zu sehen und man hatte das Gefühl, in eine andere Umgebung eingetaucht zu sein. Die Kinder standen an der Straße und winkten uns zu. Viele Laoten verbrachten den frühen Nachmittag bereits mit Vorfeiern für die große Silvesterparty. Wir wurden mehrmals zu Bier und Whiskey eingeladen, doch wir lehnten ab. Man konnte beobachten, wie die Menschen die großen Bananenblätter wuschen und trockneten. In Asien werden Bananenblätter häufig als natürliches Verpackungsmaterial für verschiedene Dinge benutzt. Häufig werden Fische darin gegart oder gebraten, bzw. wird auch Sticky Rice (süßer Klebreis) in Bananenblättern zubereitet.

Die Straßen um Luang Prabang sind sehr staubig. Nur die Hauptstraßen sind asphaltiert, so dass der Staub häufig aufgewirbelt wird und einem in jede Pore des Körpers kriecht! Nach unserer Fahrradtour waren wir mehr braun durch Staub und Dreck als durch die Sonne.

Am Abend fand in Luang Prabang am Governmentbuilding eine riesige Silvesterparty zugunsten der Kinder und der umliegenden Schulen statt. Es war eine Art Begegnungsfeier zwischen Laoten und Ausländern, die zahlreich zu dieser Party gekommen waren. Zusammen mit Marnix und Rian (ein Holländerpärchen) feierten wir bis in die Morgenstunden. Gegen 23.30 Uhr stiegen zahlreiche Ballons in den Himmel und es wurde ein sehr schönes Feuerwerk gezündet. Die Leute auf der Bühne tanzten so doll, dass sie von der Bühne geschickt werden mussten. Die Laoten hatten Angst um ihre asiatische Konstruktion.

Es war mal wieder eine ganz andere Erfahrung, den Jahreswechsel in einem anderen Land und mit neuen Leuten zu verbringen.

Written on Januar 1st, 2007 , Asien, Laos Tags: ,

Nachdem wir am Abend des 29.12. am Ufer des Mekong an der Anlegestelle der Slow Boote verweilten, wurden wir von einem Einheimischen angesprochen, ob wir Interesse an einem Ausflug hätten. Wir dachten sofort an die bekannten Methoden aus Thailand, um Touristen für irgendwelche Fahrten zu ködern. Doch das erwies sich als gegenteilig, denn der junge Mann war nicht sonderlich aufdringlich, sondern erzählte uns, dass er jeden Morgen einen Ausflug zu den Höhlen und den Wasserfällen der Umgebung unternimmt. Auch wir hatten natürlich einen Besuch in der Höhle der zahlreichen Buddhafiguren in betracht gezogen, doch der individuelle Besuch gestaltet sich sehr schwierig. Man müsste schon auf dem Landweg per Tuk Tuk zur Mündung das Nam Ou fahren, um von dort aus mit dem Boot zur Höhle überzusetzen. Insgesamt spart man auf diese Weise auch kein Geld. Im Gegenteil, es könnte sogar noch mehr auf die Geldbörse drücken. Also entschlossen wir uns die Fahrt für den 30.12. zu buchen. Wir zahlten ungefähr 5,80 EUR für zwei Personen. Gegen acht Uhr morgens fuhren wir also mit dem Kutter stromaufwärts zu den Höhlen. Zwischenzeitlich machten wir an zwei Dörfern halt, in denen wir die Papierherstellung und das Brennen von Lao Whiskey bestaunen konnten. Eine Attraktion ist das Einlegen von Skorpionen, Schlangen und anderlei Getier in den Schnapsflaschen. Nichts für jedermann Geschmack, obwohl der Whiskey sehr schmackhaft ist.

Nach ungefähr 3 Stunden Fahrt erreichten wir auch die Pak Ou Cave, die mit unzähligen Buddhafiguren gefüllt ist. Sie gelangten durch die Pilgerfahrten verschiedener Könige seit 1560 hierher. Zahlreiche Touristen und auch Einheimische besuchen die Höhle. Es wird berichtet, dass einige Figuren auch Souvenierjägern zum Opfer gefallen sein sollen, die den neuen Besitzern aber wenig Glück gebracht haben. Man erzählt sich, dass sogar Touristen von plötzlichen Krankheiten und gar dem Tod heimgesucht worden sind. Einige Figuren sind daraufhin wieder in den Guesthäusern aufgetaucht, da sie ängstliche Diebe zurückgelassen haben.

Auf dem Kutter lernten wir eine Frau kennen, die uns viel über verschiedene Reisen zu berichten wusste. Bereits in den 70er Jahren bereiste sie auf dem Landweg ab Europa den südostasiatischen Raum. Interessant für mich waren ihren aktuellen Erfahrungen über Myanmar. Seit neun Jahren interessiere ich mich für das ehemalige Burma, jedoch ist bisher das Reisen im Land sehr schwer gefallen.

Am Abend machten wir noch Bekanntschaft mit zwei Holländern, die seit 15 Monaten in der Welt unterwegs sind. Sie haben ihre Reise in Afrika begonnen, sind später nach Indien und China gegangen und landeten auch in Myanmar. Sie haben uns eine Reise dorthin sehr empfohlen. Vielleicht ändern sich unsere Pläne auch noch!

Written on Dezember 30th, 2006 , Asien, Laos Tags:

Am Morgen des 27.12. gingen wir zu Fuß mit unseren Rucksäcken zur Immigration Office in Chiang Khong, um uns ordungsgemäß aus Thailand ausstempeln zu lassen. Keine fünf Minuten später saßen wir in der Fähre nach Houay Say auf der anderen Flussseite des Mekong. Laos soll also für die nächsten 30 Tage unser Reiseziel sein. Das Visa On Arrival war so einfach zu bekommen, wie man sich im Laden eine Cola kaufen könnte. Raus aus der Fähre, Arrival Card ausgefüllt und den Pass einem netten Mitarbeiter der Immigration Office von Laos ausgehändigt und schon hat man einen Stempel, der noch mit 1.500 Baht bezahlt werden muss. Die gesamte Prozedur hat keine 10 Minuten gedauert.

Als wir nun in Houay Say standen, ging uns die Frage nach der Weiterfahrt durch den Kopf. Nach Oudomsay hätten wir mit dem Bus fahren können, allerdings auf der “Straße zur Hölle” entlang. Es gibt hier oben keine befestigten Straßen, was das Reisen erheblich erschwert. Die Busfahrt hätte gut und gern 8 Stunden auf einer Piste gedauert, in der der Bus vermutlich in den Schlaglöchern versunken wäre. No Way! Aber was dann? Es blieb nur die andere von uns gewählte Alternative nach Pakbeng und weiter nach Luang Prabang. Allerdings kamen auch hier zwei mögliche Varianten ins Spiel. Mit dem Speedbot – 8 Stunden ohrenbetäubender Lärm und Todesgefahr – oder mit dem Slow Boat in zwei Tagen nach Luang Prabang mit Zwischenstopp in Pakbeng. Schon aufgrund des Preises entschieden wir uns für die zwei Tage auf dem Mekong. Für 850 Baht pro Person kauften wir also das Ticket und eine halbe Stunde später saßen wir schon auf dem Kahn. Wieder einmal bekamen wir zu spüren, dass die Asiaten eine andere Vorstellung von “voll” haben. 60 Leute sind für ein Slow Boat zulässig und mehr als 100 Leute waren auf dem Boot. Nur dem Einsatz eines Amis war es zu verdanken, dass letztlich 2 Boote  fuhren. Bis heute haben wir die Tour nicht bereut, auch wenn es am ersten Tag sehr zugig und kühl wurde. Nach ca. 6 Stunden Flussfahrt kamen wir in Pakbeng an, wo wir für eine Nacht einen Zwischenstopp einlegten. Der gesamte Ort hat sich total auf die durchfahrenden Tagestouristen eingestellt, die jeden Tag den Ort bevölkern. Ansonsten ist hier nicht viel los. Kann auch nicht, da Pakbeng den Strom noch immer aus eigenen Stromgeneratoren erzeugen muss und es nur Strom in den Morgenstunden und in der Zeit von 17 Uhr bis 22 Uhr abends gibt. Das schränkt das Leben erheblich ein. Die Einheimischen sitzen mit Kerzen an ihren Verkaufsständen und bieten die Waren feil.

Am heutigen Tag legten wir die zweite Etappe zurück, die uns in weiteren 6 Stunden von Pakbeng nach Luang Prabang führte. Die Landschaft raubte mir abermals den Atem. So viel Grün! Alles sieht noch sehr unangetastet und unerschlossen aus, was vermutlich den Reiz ausmacht.

Gegen 17 Uhr erreichten wir dann endlich Luang Prabang. Die Suche nach einem Guesthouse gestaltete sich schwierig, da zur Zeit unheimlich viele Gäste in der Stadt verweilen. Es geht auf Silvester zu und das ist hier Hochsaison! Trotzdem haben wir nach einiger Suche und Verhandlungen ein passables Quartier bezogen, welches allerdings noch nach etwas frischer Farbe riecht …

Die Wechselkurse und die vielen unterschiedlichen im Umlauf befindlichen Währungen erschweren zur Zeit noch das richtige Preisgefühl. Morgen müssen wir uns erst einmal einen kleinen Taschenrechner und Kip – die Landeswährung – besorgen. Zwar werden auch US-Dollar und Thailänische Baht akzeptiert, doch dadurch kommen wir völlig durcheinander.

Written on Dezember 28th, 2006 , Asien, Laos Tags:

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