Irgendwer auf auf unserer Reise hat mal gesagt, auf Bali gäbe es die “schönsten Sonnenuntergänge der Welt”. Nun, wir haben vielleicht nicht den schönsten Sonnenuntergang gesehen, doch eindrucksvoll war er auf jeden Fall.

Von der Perama Bus-Office hatten wir noch eine Karte von Lombok in der Tasche. Diese hatten wir am Vorabend ausgiebig studiert, um uns die Reiseziele zu verinnerlichen. Da wir keinen Reiseführer für Indonesien im Gepäck haben, blieben uns nur die Informationen dieser Karte und die Aussagen der Einheimischen. “Alles nicht so weit, könnt ihr alles an einem Tag erkunden”. Auch in Indonesien sagt man lieber irgendetwas, blos nicht gar nichts! Da würde man ja sein Gesicht verlieren… Und wenn es nicht ganz korrekt war, der Fragende ist ja eh nicht mehr in Reichweite. Unsere Informationen beschränkten sich also auf die Tour zu den Wasserfällen, verbunden mit einem vorherigen Abstecher durch den Monkey Forest und zu den Reisterassen. Diese Tour war ohne Probleme an einem Tag zu schaffen. An den Wasserfällen bei Tanjung trafen wir auf Udin. Er ist sein eigener Herr über die “Gangga-Falls” und kümmert sich um den Bau von einfachen Brücken, Leitern und Wegen, um die drei Wasserfälle für Touristen und Einheimische zugänglich zu halten. Mit viel Freude und Engagement zeigte er uns den verschlungenen Weg zu den Fällen und führte uns zu den Reisterassen, vorbei an kleinen Häusern der Einheimischen.

Anschließend wollten wir noch zu dem höchsten Berg der Insel, dem Mt. Rinjani (3726m), doch der Weg dorthin war von Senggigi eindeutig zu weit. Uns blieben auf dieser Strecke nur die netten Menschen in Erinnerung, die uns unzählig oft vom Straßenrand aus grüßten. Was uns sofort aufgefallen ist, die Vegetation im Norden der Insel ist wesentlich karger als wir sie um Senggigi herum vorgefunden haben. Auch brannte dort die Sonne wesentlich intensiver!

Nach knapp 200 km auf dem Motorrad sind wir heute wirklich platt. Wir werden wohl nach einem Abendessen und einem kalten Getränk müde in unsere Betten sinken.

Written on Juni 2nd, 2007 , Asien, Indonesien Tags:

Inzwischen haben wir uns entschieden, unsere verbleibende Zeit in Indonesien für Lombok zu nutzen. Die kleine Nachbarinsel von Bali läßt sich ohne Probleme in relativ kurzer Zeit erreichen.

Wir nahmen die Fähre von Padangbai in Bali nach Lembar in Lombok. Die Überfahrt betrug ungefähr 5 Stunden. In dieser Zeit konnten wir uns Gedanken über den Sicherheitszustand unseres Schiffes machen. Die Rettungswesten waren sicher verschlossen in einem Stahlschrank aufbewahrt, Feuerlöscher waren keine zu sehen, die Rettungsboote sahen erbärmlich aus und auch das Autodeck rostete vor sich hin. Die indonesischen Fähren gelten weltweit als ausgesprochen unsicher! Dies wurde uns auch bewußt, als gegen Ende der Fährüberfahrt eine Panik unter den Leuten auf dem Autodeck ausbrach. Zwei Reisebusse standen dicht beeinander. Plötzlich rief jemand: FEUER!!! In der Tat brannte eine Plane, die über den zweiten Reisebus gespannt war. Alle Leute wollten so schnell wie möglich das Schiff verlassen, doch die Jungs vom Reisebus löschten das FEUERLEIN binnen Sekunden. An diese Stelle wurde uns wieder klar, wie schnell eine Panik entsteht und welche Auswirkungen eine solche entwickeln kann.

Wir kamen aber gesund und unverletzt in Senggigi an. Da es stark regnete, verbrachten wir die erste Stunde in einem Warung (kleine Garküche). Später fanden wir ein sehr netten Bungalow in einer hübschen Gartenanlage.

Die nächsten Tage werden wir wohl von Senggigi aus die Insel mit dem Motorrad erkunden.

Written on Mai 29th, 2007 , Asien, Indonesien Tags:

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