Graskop – Phabeni Gate – Skukuza – Afsaal – Pretoriuskop – Numbi Gate – Sabie – Graskop (270km)

Heute hat es uns noch einmal in den südlichen Krüger Nationalpark verschlagen. Eine schöne Route führt durch teilweise karge Landschaft von Phabeni Gate in unterschiedlichen Schleifen bis zum Numbi Gate. Mal führt der Weg über asphaltierte Straßen, dann geht es über holprige Pisten weiter durch den Park. Immer wieder queren Giraffen und Elephanten die Straße. Insbesondere bei ausgewachsenen Elephantenbullen gebührt ein angemessener Respekt. Fühlen sich die Tiere gestört, dann können sie blitzschnell den Störenfried attackieren und so die Rangordnung wieder gerade rücken. In dem Fall war es heute ein wagemutiger Selbstfahrer im Park, der dem Bullen zu nahe gekommen ist. Um ein Haar hätte der Elephant das Auto gerammt. Nur durch die rasante Beschleunigung des Fahrers wurde der Zusammenstoß verhindert. Ein gleiches Schauspiel endete beim Phalaborwa Gate negativ für den Autofahrer. Ergebnis: Auto lag nach der Elephantenattacke auf dem Dach, mitsamt verstörter Insassen versteht sich.

Morgen geht es dann weiter nach Swasiland in den Hlane Nationalpark. Dort habe ich eine Unterkunft im Ndlovu Camp gebucht, welches echtes Buschfeeling ohne Strom garantiert. Die Wildniss rundum und am Wasserloch gelegen. Ich bin gespannt!

Written on Mai 11th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: , ,

Graskop – Orpen Gate – Satara – Orpen Gate – Graskop (410 Kilometer)

Völlig spontan haben wir heute die lange Anreise von Graskop zum Orpen Gate am Krüger Nationalpark unternommen. Von unserer Unterkunft bis zum Tor waren es knapp 100 Kilometer Fahrtstrecke.  Schon die Anfahrt zum Krügerpark war ein Erlebnis. Über die Kowyns Pass Straße geht es steil bergab und schnell verlieren wir an Höhenmetern. Ebenso rasant klettert die Temperatur in die Höhe. Von anfänglichen 18 Grad in Graskop enden wir schließlich bei 36 Grad beim Satara Camp im Krüger Nationalpark. Obwohl die Tour von Graskop recht anstrengend ist, hat sich jede Minute Fahrt heute gelohnt. Beim Satara Camp führt die unbefestigte Straße S100 mehrere Kilometer durch den Krügerpark. Sie gilt als besonders Löwen sicher. Und auch wir dürfen den Königen der Savanne anmutig beim Dösen im Schatten zuschauen. Ein Erlebnis! Sechs Stunden Aufenthalt im Park haben sich gelohnt. Obwohl die Müdigkeit nach solch einem langen Tag die Oberhand gewinnt, freue ich mich schon riesig auf den nächsten Tag wenn es wieder in die Wildnis von Afrika geht.

Written on Mai 10th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: , ,

Graskop – The Pinnacle – God´s Window – Bourke´s Luck Potholes – Three Rondavels – Graskop (140 km)

Von der Kälte der Nacht werde ich morgens um kurz nach sechs Uhr wach. Trotz doppelter Zudecke ist es in unserem Chalet etwas frisch. Kein Wunder, denn Graskop liegt auf etwa 1.500 Metern Höhe. Und obwohl tagsüber das Thermometer auf knapp 23 Grad Celsius klettert wird es in der Nacht mit etwa 6 Grad schon relativ frisch. Da heizt der Kamin in unserer Unterkunft nur kurzzeitig ein.

Für den heutigen Tag haben wir uns das Panorama vom Blyde River Canyon direkt vor der eigenen Haustür als Erkundungsziel ausgesucht. Doch bevor wir Gottes Fenster hautnah erleben können, müssen wir erst einmal unseren Mietwagen zur Zapfsäule rollen. Der Sprit ist mit knapp unter einem Euro hier richtig günstig. In Südafrika gehört der Service an der Zapfsäule zum guten Ton. Tankwarte füllen den Wagen mit Benzin und säubern die Scheiben klinisch rein. Ein Trinkgeld rundet den guten Service selbstverständlich ab.

Kaum sieben Kilometer weiter schauen wir der Anmutigkeit von “Gottes Schöpfung” tief in die Augen. Hier hat die Natur einen Ausblick par excellence geschaffen und wir blicken voller Ehrfurcht in die tiefen Schluchten vom Blyde River Canyon. Kaum ein Landstrich scheint der Panorama Route das Wasser reichen zu können, denn fast perfekt sind die Eindrücke, die sich trotz meines zweiten Aufenthalts an diesem Ort kaum in Worte fassen lassen! Und dem nicht genug: Am Treur Fluss stoppen wir für einen Mittagsimbiss typisch südafrikanisch. Hier gibt es Fleisch und Gemüse vom Braai, wie bei uns zu Hause vom Grill. Nicht nur das das Essen die Wucht ist, der Ausblick auf den Fluß tut schon fast in den Augen weh, so perfekt erscheint die Natur an dieser Stelle. Ich lasse mich von der Sonne umschmeicheln, lausche den Grillen im Gras und dem rauschenden Wasser des Flusses und ich weiß, nun bin ich wirklich angekommen.

Written on Mai 9th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: ,

Johannesburg – Belfast – Dullstroom – Lydenburg – Sabie – Graskop (440 km)

Immer auf der Reise: Flughafen Tegel, am Schalter der British Airways. Zwei Gepäckstücke auf´s Laufband, Kontrolle, Übergewicht. Zu viel Gepäck! Also nochmals packen, schnell hier noch was rein und den Rest in die Plastiktüte und zurück nach Hause. Nur gut das wir unseren Hol- und Bringeservice noch anrufen können und alle Gepäckstücke wohlbehalten nach Hause transportiert werden. Danke für diesen Service!

Ein kurzer und ereignisloser Flug endet in London Heathrow. Hier dürfen wir feststellen, wie sich Bevormundung auf Britisch anfühlt. Rauchen verboten. Am Flughafen, wo sonst? In allen öffentlichen Gebäuden versteht sich. Also auch keine Raucherlounge oder speziell abgegrenzte Käfige für diese Unmenschen. Rauchen schadet der Gesundheit und wenn du nicht willst das du daran sterben könntest, dann darfst du gefälligst hier auch nicht qualmen. Nimm stattdessen ein Pflasten mit ganz viel lecker Nikotin oder Kautabak oder was weiß ich, nur qualmen darfst du hier nicht.

Na gut, dann ohne Rauch in den Flieger nach Johannesburg. Kurz und schmerzlos 10 Stunden in der Röhre eingesperrt. Süße Träume und sieben Stunden später sind es nur noch kurze Augenblicke bis zur Landung in Johannesburg, die dann auch pünktlich um 9 Uhr morgens auf afrikanischen Boden butterweich stattfindet. Keine halbe Stunde später sind die Einreiseformalitäten erledigt und das Abenteuer Südafrika kann beginnen. Halt, es wartet ja noch die Übernahme des Mietwagens auf uns. Im Internet kann man die unterschiedlichsten Dinge über dieses Thema lesen. Mal versuchen einen die Broker über den Tisch zu ziehen, dann sind es die Mietwagenfirmen selbst, die irgendwelche zusätzlichen Versicherungen abschließen wollen, um somit den Profit am Touristen zu erhöhen. Bei Hertz klappt alles reibungslos. Einzig die Umstellung auf Linksverkehr ist ungewohnt, doch nach den ersten Metern begreife ich schnell. Noch suche ich mit der rechten Hand den Schaltknüppel, doch auch dieses Thema gibt sich nach den ersten hundert Kilometern. Erstaunlich leicht finde ich den Weg raus aus der Stadt in Richtung Nelspruit. Drei Stunden später ist auch inmitten der Wallachei die anvisierte Rainbow Lodge, GPS-Daten zum Glück,  gefunden. Die Unterkunft ist der Traum. Inmitten der Natur, weit weg vom nächsten Ort wirkt die Rainbow Lodge wie ein Idyll im Garten Eden. Die Seen vor der Haustür und das Vogelgeschrei gratis. Nach dem langen Flug und der dreistündigen Autofahrt haut es uns fast aus den Latschen, doch noch müssen wir einige Besorgungen für die Selbstverpflegung erledigen. Zu blöd nur das heute Spontanfeiertag ist und alle Läden geschlossen sind. Es ist südafrikanischer Wahltag. Es bleibt nur der Weg zu WIMPY, einem Schnellrestaurant mit unglaublich vielseitiger Speisekarte. Burger, Steak, Salate, Fisch, Kaffee, Eis … im Grunde ist für jedermann was zu haben. Also hauen wir uns die Bäuche voll und fallen kaum weniger später in den wohlverdienten tiefen Schlaf.

Am nächsten Morgen geht´s weiter über den Long Tom Pass nach Sabie und in Richtung Graskop. Hier “Zur alten Mine” werden wir die nächsten vier Tage verbringen und die Panorama Route, den Blyde River Canyon und den südlichen Krüger Nationalpark erkunden.

 

 

Written on Mai 8th, 2014 , Afrika, Südafrika Tags: ,

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