Zum Ende einer jeden Südostasienreise wartet fast immer Bangkok auf den Abschied. 20 mal in Bangkok und kein bisschen müde. Die Stadt ist auf ihre Weise immer wieder spannend, auch wenn sie alles und jeden nach mindestens drei Tagen zu verschlingen mag. Hast du keinen Plan, bist du hoffnungslos verloren! Bangkok ist faszinierend, schön, dreckig und abstoßend zugleich. Doch irgendwie werde ich dieser Stadt wohl niemals müde, selbst wenn man 60 Kilometer von einem zum anderen Ende stundenlang im Taxi hockt oder im Tuk Tuk mal wieder den Smog der halben Großstadt inhaliert, um die Ecke mal wieder Karaoke bis in die Morgenstunden schmettert, wilde Bangkok-Punks mit ihren Mopeds ohrenbetäubend durch die Straßen brausen oder die alltägliche Blechlawine wie Bangkoks Serum sich durch die Straßen wälzt. Wer diese Stadt noch nicht erlebt hat, kann sie nicht begreifen, nicht lieben, hassen, schmecken oder verstehen. Ich für meinen Teil habe so eine Art freundschaftliche Hassliebe zu Bangkok entwickelt. Billig mit dem Flieger nach Asien, Garküchen an jeder Ecke und die besten Verbindungen in alle Himmelsrichtungen der Süd-Ost-Asiatischen Gefilde. Es scheint also sicher, dass ich diese Stadt wieder und wieder erleben werde!!!

Written on Dezember 26th, 2013 , Asien, Thailand Tags:

Bangkok bei Nacht

Blick vom Baiyoke Tower auf Bangkok

Blick vom Baiyoke Tower auf Bangkok

Alptraum Bangkok: Oder die Geschichte von Millionen unnützer Dinge, donnernden Lärm und betrunkenen Backpackern aus aller Welt. Die Krake mit ihren Fangarmen hat uns wieder! An jeder Ecke spuckt sie uns ihre häßliche Fratze direkt ins Gesicht. Buntes und schmutziges Spektakel, Smog, Dreck, Völlerei, Maßlosigkeit und Überfluß. Unterschiedlicher kann diese Stadt kaum sein. Von oben betrachtet wirkt sie fast ruhig und gediegen, auf Augenhöhe hingegen zeigt sie alle ihre kuriosen Gesichter, Lacher und Masken. Der Mikrokosmos aus abertausenden Backpackern, überfrachtet mit kunterbunten Schnickschnack aus Billigchina, ohrenbetäubenden Lärm aus Herzschmerz-Popsalat Musikkultur, Essensgerüchen, Marktgeschrei und Motorengeheul. Ach Bangkok, wie hast du uns gefehlt!!!

Written on Dezember 1st, 2013 , Thailand Tags:

Mach´s mal gut, du mein mir alt bekanntes Bangkok. Es ist an der Zeit zu gehen, doch ich werde dich wiedersehen, wenn auch an anderer Stelle, verbunden mit weiteren Reisegeschichten, die du mir dann erzählen kannst. Wieder einmal habe ich auf dieser Reise eines für mich begriffen: Reisen ist für mich eine der wertvollsten Erfahrungen, auf die ich niemals verzichten möchte. Die Welt ist viel zu schön, als dass man es verpasst, sie zu erkunden. Auch wenn ich mich heute Nacht wieder in den Flieger nach Hause hocken muss, weiß ich doch, dass mich mein Reisefieber nicht verlassen wird!

Written on Januar 7th, 2013 , Asien, Thailand Tags: ,

Shopping extrem. Bangkok noch einmal von einer anderen Seite. Nachdem beim Onlinecheck der Fluggesellschaft heute Morgen plötzlich ein anderer Flugtermin als ursprünglich gedacht im System der Lao-Airline stand, überkam mich kurz der Zweifel. Hatte ich nicht erst am 12. die Weiterreise nach Luang Prabang organisiert? Nun plötzlich heißt es einen Tag früher in den Norden von Laos. Aber kein Problem, denn obwohl um uns herum ein ganz eigener turbulenter Mikrokosmos tobt, in dem wir nur winzig kleine Mitspieler sind, bin ich doch froh darüber, diesem Treiben alsbald entrinnen zu können. Irgendwann wird die Stadt nur noch übermächtig und droht das eigene Gleichgewicht aus dem Lot zu bringen. Noch extremer erscheint dann die schillernd bunte Shoppingwelt der Stadt, mit überdimensionierten Einkaufszentren auf bis zu 19 Etagen! Ein buntes Weihnachtstreiben bei tropischer Hitze. Die Musik aus den Lautsprechern dröhnt auf Überschalllautstärke in die Ohren und riesige Werbetafeln locken mit Preisnachlässen kauffreudige Kundschaft an. Das MBK Shopping Plaza erscheint wie ein überdachter Markt, in dem es jeglichen Plunder der Khao San Road unter einem einzigen Dach zu kaufen gibt. Daneben wirkt die Siam Discovery World fast wie eine Luxusgalerie von Markennamen. Reizüberflutung bei dem Massenkonsum ist garantiert.

Written on Dezember 10th, 2012 , Asien, Thailand Tags:

Nach der ersten Nacht in einem mehr oder weniger komfortablen Zimmer, ich nenne es mal Hundehütte, hält uns nichts mehr und wir suchen nach einer neuen Bleibe. Kaum hundert Meter weiter ist auch schon ein anderes Zimmer mit Aussicht auf das Straßentreiben bezogen. In Bangkok herrscht mal wieder “Ausnahmezustand”… Die Straßen sind überfüllt und tagsüber ist es laut und stickig. Abends dann drängen die Menschen auf die Straßen, denn in der Tagesglut ist jeder Schritt nur beschwerlich. Und doch gibt es hier und dort ein ruhiges Plätzchen, wo wir in voller Entspanntheit Bangkok mit allen Sinnen genießen können. Die Gerüche von kulinarischen Leckerein dringen alsbald in die Nase und schon ist das Verlangen nach einem leckeren Imbiss geweckt. An jeder Straßenecke locken Garküchen mit frischen Speisen, so ganz nach meinem Geschmack. Man könnte meinen, die Menschen hier haben das Essen erfunden. Es ist ist es ein Fest, bei dem ich glücklich bin dabei sein zu können.

Written on Dezember 9th, 2012 , Asien Tags: ,

Angekommen in Bangkok. Es ist heiß und stickig und doch fühlt es sich irgendwie gut an. Das erste Nachtquartier, mehr eine Hundehütte für eine Nacht, ist heute Morgen gegen ein komfortableres Zimmer getauscht worden. Fühlt sich gleich viel besser an. Mal sehen was die nächsten Tage bringen werden. Auf jeden Fall erst einmal abtauchen in die kulinarische Vielfalt Thailands und ein paar Vorbereitungen treffen für die Weiterreise nach Luang Prabang in Laos.

Written on Dezember 9th, 2012 , Asien Tags:

Jetzt also da unsere Reisezeit fast ihr Ende gefunden hat, müssen wir uns verabschieden. Ein Abschied auf Raten. So schnell spühlt uns Bangkok nicht davon! Irgendwie war auf dieser Reise alles ein wenig besonders, ganz anders als gedacht oder gar “geplant”. Kaum gestern erst wieder machte uns der Regen in Thailands Süden einen Strich durch die Rechnung, vielleicht noch einmal Abenteuer Holzklasse Bahn in Thailand zu erleben. Nicht nur aufgrund der Rückreisewelle im Neujahr waren die Züge komplett ausgebucht, auch das Hochwasser im Süden sorgte für chaotische Zustände beim Reisen. Alle Busse und Züge voll, da blieb leider nur der teure und anonyme Minibus, eingepfercht und vollgestopft, doch diesmal mit einem sozialen Fahrer, der auch an die Erleichterung der Mitreisenden dachte und uns eine Minipause gewährte. Nicht so bei der Hinreise nach Prachuap. Mehr als fünf Stunden pausenloses Gerase mit Schweiß auf der Stirn, da bei aller Liebe irgendwann auch mal die stärkste Blase nach einer Entleerung schreit. Aber geschafft, wenn auch knapp!

Die letzten zwei Tage in Bangkok. Zurück zur Ruhe. Auch dies ist in der Megametropole möglich. Einfach abtauchen in die ruhigen Nebenstraßen, engen Gassen und das Leben am Khlong, den Wasseradern von Bangkok, spüren und erleben. Ruhe und Ausgeglichenheit. So wie der gesamte Verlauf der Reise.

Eine mehr als schöne Zeit findet ihr Ende. Eine Reise der besonderen Art, unbeschreiblich intensiv, nah an den Menschen, entzückend und eindrucksvoll. Keine Reise in die Welt, vielmehr eine Reise zu uns selbst.

Written on Januar 4th, 2012 , Asien, Thailand Tags: ,

Die thailändische Staatsbahn hielt für uns zwei recht komfortable Schlaflager in einen ihrer Wagen nach Ubon Ratchathani bereit. Überpünktlich rollt der Expresszug vom Bahnsteig in Bangkok und soll uns in elf Stunden Zugfahrt ans Ziel bringen, auch wenn ich es anfangs nicht glauben möchte bei all den ständigen Stop & Go auf den Bahngleisen. Es rumpelt und ruckelt erbärmlich, doch das Schlaflager, welches mir der Schaffner liebevoll herrichtet, verspricht eine geruhsame Nacht. Ohne entsprechende Hilfsmittel jedoch ist kaum an Nachtruhe zu denken, denn die meisten Mitfahrer halten vom Begriff Schlafwagen nicht viel. Also bedarf es einer guten Portion innerer Ruhe, etwas Bier und vor allem dicht schließenden Ohrenstöpseln, um diesem Lärm zu entkommen. Aber die Gegenmaßnahmen helfen und wenig später finde ich mich im wiegenden Schlummerland wieder. Der ständige Takt von den rumpelnden Achsen und Rädern verspricht Monotonie pur, die mich alsbald in einen prächtigen Tiefschlaf versetzt. Erst gegen sechs Uhr morgens werde ich vom Zugbegleiter geweckt, der uns das Frühstück direkt ans Bett bringt. Mit nur 20-minütiger Verspätung erreichen wir Ubon Ratchathani und der morgendliche Frühsport, bestehend aus einer Irrwanderung nach “Jedermanns” Reiseführer Missorientierungskarte führt uns zwar quer durch die Stadt aber nicht an das eigentliche Ziel. Also doch den Arm ausstrecken, Tuk Tuk Fahrer anquatschen, der weder Englisch oder Hand- und Fußgesten deuten kann, uns aber doch auf einen weiteren Ausritt durch Ubon mitnimmt. Nach ein paar Fragen an weitere Passanten auf der Straße findet unser Vehikel doch noch einen Weg zum Ziel und wir steigen nach einstündiger Straßenstudie zu Fuß und Tuk Tuk schlußendlich in einem komfortablen Hotel mit direkten Ausblick auf den Markt und den Mun Fluß ab. Uns bleibt genug Zeit für Erkundungen der Stadt und die Organisation des Weitertransportes nach Laos, der sich aber Dank der internationalen Direktbusse nach Pakse sehr einfach gestaltet.

In Ubon Ratchathani ticken die Uhren definitiv langsamer als in Bangkok. Keine Spur von Hektik oder Stress und auch an der Uferpromenade am Mun Fluß und auf dem abendlichen Markt geht es entspannt zu. Lediglich die Entscheidung bei der Auswahl des geeigneten Essen fällt bei dem riesigen Angebot schwer. Mal hier und mal dort probieren, fast jeder Stand hält neue Leckereien bereit! Allein wegen des Essens macht das Reisen in Asien Spaß… Und auch die Vorfreude auf Laos wächst!

Written on Dezember 12th, 2011 , Asien, Thailand Tags:

Es ist taghell und die Sonne brennt, als wir den Flughafen in Bangkok verlassen. Zuerst die Keule. Es ist warm. Sehr warm! Das ist Bangkok wie ich es kenne. Auf der Suche nach einer Transportmöglichkeit werden die Erinnerungen wach, doch in den letzten fünf Jahren scheint sich so einiges in der Stadt verändert zu haben. Der Flughafen ist ein Stück weit moderner geworden und hat nun Anschluß an den “Sky Train” und die Möglichkeiten per Bus in die Stadt zu gelangen erscheinen mir gerade etwas zu undurchsichtig. Vielleicht liegt es an den vielen Stunden im Flieger, doch ich bin zu müde als dass ich mich einer intensiven Recherche unserer Transportmöglichkeiten unterziehen möchte. Also ab ins Taxi, totale Beschallung… Man ist die Stadt laut geworden, oder kommt es mir nur so vor? Nach langer Fahrt, ich habe Probleme nicht in einen Tiefschlaf zu verfallen, schwemmt es uns in den Mikrokosmos Khao San Road. Hier ticken die Uhren nach wie vor “freaky”! Alles und jeder scheint sich hier zu versammeln und auch uns hat es in das kunterbunte Treiben angeschwemmt. Wir schlagen uns durch das Sammelsurium aus Touristen, Aussteigern, Hängengebliebenen, Verkäufern, Tuk-Tuk und Taxi Fahrern, Marktständen und Garküchen. Raus aus dem Tohuwabohu rein in die nächste Seitenstraße am so beliebten Tempel. Hier ticken die Uhren ruhiger und je weiter wir uns von dem Chaos entfernen, desto stiller wirkt die Stadt. Wir sind müde. Das Jetlag sitzt uns in allen Fasern, wir wandeln wie auf Wolken und fühlen uns überfrachtet von all dem Treiben. Nach einer langen Nacht sind die Augen noch immer geschwollen, doch die zarten Orientierungen weisen den Weg zum eigentlichen Ziel. Eine kräftigende Nudelsuppe schafft Klarheit und der Weg per Wassertaxi über den mächten Chao Phraya bringt uns zum Bahnhof, wo wir unser Nachtzugticket für die morgige Fahrt nach Ubon Ratchathani buchen. Von dort aus wollen wir zur Grenze nach Laos. Der Weg ist das Ziel und dieser Weg fühlt sich gut an.

Written on Dezember 10th, 2011 , Asien, Thailand Tags:

Zum letzten mal in Bangkok, so könnte man es nennen, denn auf unserer bisherigen Reise durch Südostasien kamen wir immer wieder in Bangkok an und haben einige Leute wiedergetroffen, die wir während unserer Reise durch Asien in anderen Ländern bereits gesehen hatten. Wir haben unterwegs den Slogan entwickelt: “Wenn du Freunde oder Bekannte treffen möchtest, dann komme nach Bangkok.”

Morgen nun fliegen wir weiter nach Malaysia! Eigentlich hätten wir ja schon in Malaysias Hauptstadt aussteigen können, jedoch stellten sich die Leute bei der BIMAN Bangladesh quer. Also müssen wir einen zweiten Anlauf wagen. Nach aller Rechnerei hat mal wieder die AIR ASIA gegenüber dem Landweg gewonnen. Für 95,- € Gesamtkosten fliegen wir zwei nun nach Penang, wo wir ohnehin hinreisen wollten. Wir sind sehr neugierig auf Georgetown und freuen uns auf etwas kühlere Luft in den Penang Hills, da zur Zeit in Bangkok das Wetter unerträglich ist! In unserem Zimmer herrscht schon eine unangenehme Temperatur von 33 Grad und außerhalb pegeln die Werte von 35 bis 37 Grad. Dazu kommt ein Mix aus Feuchtigkeit, der für eine Schwüle sorgt, die man kaum noch aushalten kann! Kein Wunder, dass zur Zeit in Bangkok kaum Touristen unterwegs sind.

Die manchmal am Abendhimmel aufziehenden Gewitterwolken sehen bedrohlicher aus, als sie letztlich dann sind. Nur gestern wehte ein starker Wind durch die Häuserschluchten von Bangkok und machte uns sogar ein wenig Angst, weil er genug Wucht hatte, um eine Bühnenkonstruktion binnen einiger Sekunden durch die Luft zu wirbeln! Da blieb nur die rasche Flucht in ein Gebäude. Der anschließende Regen brachte nur eine kurze Erfrischung, die alsbald der bekannten Schwüle weichen musste.

Written on April 26th, 2007 , Asien, Malaysia, Thailand Tags:

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