Es ist mal wieder soweit: Mein neuer Reisevortrag MEIN ABENTEUER MEKONG wird am 29.01.2014 ab 19 Uhr im Alten Bahnhof in Welzow zum ersten mal gezeigt. Schon am 31.01.2014 ab 19 Uhr bin ich dann in der Orangerie am Schloss in Altdöbern zu Gast. Weitere Termine sind bereits geplant und hier einsehbar. 

Mehr Informationen zum Reisevortrag im folgenden.

MEIN ABENTEUER MEKONG – Eine Live Multimediashow von André Muschick

„Reisen ist das einzig taugliche Mittel gegen die Beschleunigung der Zeit.“ Thomas Mann

Aus einem Kurzurlaub wuchs die große Sympathie für die Region am Mekong. Im Jahre 2003 schnallte ich mir meinen Rucksack auf den Rücken, um erstmals den Zauber von Südostasien zu spüren. Thailand war mein Ziel und der erste Kontakt ließ in mir das Interesse für diesen Erdteil aufkeimen. Kaum ein Jahr später folgte mit dem Besuch der kambodschanischen Botschaft in Bangkok und dem Visum im Reisepass die Einreise nach Kambodscha. Mit einer abenteuerlichen Anfahrt auf einem völlig überladenen Pick-Up von Thailands Grenze nach Siem Reap erreichte ich 140 Kilometer und 8 Stunden später die verwunschenen Ruinen von Angkor Wat. Unzählige Reisen folgten und auf meiner 12-monatigen Weltreise verbrachte ich 4 Monate in Thailand, Laos und Kambodscha. Obwohl alle diese Länder am Mekong – der Mutter aller Wasser – liegen, können sie unterschiedlicher kaum sein. Tiefster unberührter Dschungel, tosende Wasserfälle, glasklare Gebirgsbäche und freundliche Menschen sind mein Antrieb, warum es mich immer wieder in diese Region zieht. Von der alten Tempelstadt Luang Prabang bis in die laotische Hauptstadt Vientiane, zu den alten Khmer Ruinen am Vat Phou Bergtempel geht es weiter durch wunderschöne Natur zum verwunschenen Tempelkomplex Angkor Wat und in die quirlige Metropole Bangkok. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise und nehmen Sie teil an meinem Abenteuer Mekong.

MEIN ABENTEUER MEKONG erzählt in mehr als 500 Bildern und Videos meine Reiseerlebnisse. Tauchen Sie gemeinsam mit mir ein in eine Welt voller unterschiedlicher Kulturen, erleben Sie kulinarische Sensationen und spüren Sie den Zauber Südostasiens mit allen Sinnen. Wandeln Sie auf den Spuren eines Globetrotters, der sich nur mit dem Flugticket in der Tasche und dem Rucksack auf dem Rücken in die Fremde begibt.

Vortragsdauer ca. 120 Minuten inklusive Pause.

Ein Vortrag in HDTV, umgesetzt mit Wings Platinum 5 von AV Stumpfl.

Mehr Infos zu meinen Reisen und Vorträgen finden Sie im Internet unter:  www.immeraufderreise.de und www.immeraufderreise-multivisionen.de

 

Written on Januar 9th, 2014 , Allgemein, Kambodscha, Laos, Thailand, Vietnam Tags:

Nach viel Überlegungen an den Vortagen hatten wir uns doch zu einer Tour im Mekong Delta entschlossen. Auf der einen Seite hatten wir damit die Möglichkeit der Besichtigung dieses einmaligen Landstriches in Vietnam, auf der anderen Seite konnten wir mit dieser Tour auch gleich noch mit dem Boot nach Kambodscha einreisen. Eigentlich wollten wir auf eigene Faust den Grenzübertritt nach Kambodscha mit anschließender Bootsfahrt nach Phnom Penh machen, jedoch wollte sich der Preis und der Stress auf keine Weise mit dem Tourpreis und deren Organisation aufrechen lassen. Also buchten wir für den 20. und 21. Februar ab Saigon diese Tour.

Vorab reisten wir mit dem Bus von Nha Trang nach Saigon und waren mal wieder in einen Unfall mit einem Motorrad verwickelt. Zuerst musste der Bus stoppen, da es an der Straße eine Rangelei gab, wobei ein Kind fast vor den Bus gestossen wurde. Anschließend krachte es mächtig laut… Ein Motorradfahrer fuhr voll auf unseren Bus auf! Dabei verletzte er sich am Kopf. Was am Ende dabei herausgekommen ist können wir nicht sagen, da der Bus nach einigen Verhandlungen mit dem Unfallopfer alsbald die Flucht antrat. Das hat uns mal wieder gezeigt, dass die Unfallstatistik für Vietnam zu Recht die höchste der gesamten Welt ist.

Bei unserem kleinen Ausflug durch das Delta machten wir bei der Reispapier- und Bonbonherstellung aus Kokosnuss halt. Leider glich dieser Stopp einer Art Kaffeefahrt! Es tummelten sich unzählige Touristen an den Ständen und in den Produktionshallen, so dass von dem eigentlichen Prozess der Arbeit der Einheimischen für uns nichts zu sehen war. Schade eigentlich, weil interessant war es allemal. Bei der anschließenden Fahrt durch die schmalen Kanäle des Deltas konnten wir den Einheimischen beim Alltag zusehen. Als besonders exotisch erwies sich die Szene des Mannes bei der Reinigung eines toten Tieres im Mekong. Es war ein Hund! In Vietnam gibt es halt manchmal auch Hund als Festagsbraten!!!

Am Morgen des zweiten Tages unserer Tour fuhren wir mit dem Ruderboot für knapp zwei Stunden durch die schwimmenden Dörfer. Diese Dörfer haben den Vorteil, dass sie bei Hochwasser immer mit dem steigenden und sinkenden Pegel mitschwimmen. Da der Mekong jedes Jahr über seine Ufer tritt, haben sich vorwiegend im Mekong Delta diese Art der Dörfer etabliert.

Anschließend ging es mit dem Schnellboot in Richtung Kambodscha. Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichten wir die Grenze im Nirgendwo. Hier gab es wirklich nichts, bis auf viele Enten, Hühner und anderlei Getier. Ein paar Häuschen und Schildchen wiesen auf den Grenzposten hin, der eigentlich nur durch die Offiziellen zu erkennen war.

Am Abend erreichten wir völlig erschöpft Phnom Penh und gemeinsam mit zwei weiteren Pärchen aus Deutschland fuhren wir mit dem Tuk Tuk an die “Lake Side” – einem Hotspot für Backpacker. Obwohl dieser Ort nur so von jungen und älteren Reisenden wimmelt, ist er doch wesentlich angenehmer und ruhiger als erwartet. Allerdings bedarf es einer anstrengenden Suche, um ein geeignetes Quartier zu finden. Nun schlafen wir für 4 US$ die Nacht in einem zwar kleinen, dafür aber ruhigen und angenehmen Raum.

Was uns schon seit dem Grenzübertritt zu schaffen macht, ist die unangenehme Wärme. Hier bedarf es einer klaren Tagesplanung, um nicht vor totaler Erschöpfung in Ohnmacht zu fallen. Deswegen erwies sich die Suche nach einem Schuster als reine Nervensache, denn wir hatten seit Tagen schon ein kleines Problem. Bei Caro’s Rucksack riss der Tragegurt aus und hing im wahrsten Sinne des Wortes nur noch am seidenen Faden. Unsere Suche nach einer professionellen Hilfe in Saigon scheiterte wegen des Tet-Festivals, da viele Handwerker ihre Geschäfte geschlossen hatten. Also flickten wir das Tragesystem notdürftig und dies musste bis Phnom Penh halten. In Phnom Penh fragten wir abermals mehrfach nach einem Schuster. In einer kleinen Seitengasse wurden wir dann fündig. Unser Glück, dass es diesen Berufsstand in Asien noch zahlreich gibt.

Written on Februar 21st, 2007 , Asien, Kambodscha, Vietnam

Happy Chinese New Year! Alle Vietnamesen sind nun wieder ein Jahr älter… In Vietnam zählt halt nicht der individuelle Geburtstag, sondern das neue Jahr leitet auch ein neues Lebensalter ein. Demzufolge sind die Vietnamesen seit Tagen alle in totaler Aufruhr. Ganz Nha Trang war am 16. Februar auf den Beinen, um sich Abends am Strand zu versammeln. Kein Weg führte durch das Gewimmel von Menschen, Verkaufsständen und Motorrädern. Eigentlich wollten wir uns das Feuerwerk am Strand anschauen, doch der Trubel und die Enge hielten uns davon ab. Dafür hatten wir ein ausgiebiges Gespräch mit einem Kanadier an der Bia Hoi Bar in unserer Straße. Bei einem “German Beer” leiteten wir gemeinsam mit einigen Vietnamesen das neue chinesische Jahr ein. Für uns hatte das natürlich wenig bis keinerlei Bedeutung, doch für die Einheimischen sind die ersten Stunden des Neuen Jahres elementar wichtig!

Am Tage unternahmen wir mit einem geliehenen Tandem einen Ausflug zum Po Nagar und zum Hon-Chon-Felsen.

Vom Hon-Chon-Felsen wird berichtet, dass dieser den “Fußabdruck des Buddha” trägt. Aus diesem Grund gilt er den Einheimischen als heiliger Ort. Tatsächlich jedoch bereiste Siddharta Gautama (Buddha) zwar mehrere Länder Südostasiens, um seine Lehre zu verbreiten, jedoch ist der Erleuchtete niemals bis in das Gebiet des heutigen Vietnams vorgedrungen!

Anschließend fuhren wir noch zum Po Nagar, einem Cham Tempel aus der Vergangenheit. Dieser Tempel war ursprünglich der Göttin Uroja geweiht, die die Cham als Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin verehrten. Dieser Tempel trägt einen wesentlichen hinduistischen Einfluss. Von der ursprünglichen Pracht der Anlage sind nur noch vier Türme erhalten geblieben. Die anderen Bauwerke fielen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Chinesen, Khmer, Javanern und Vietnamesen zum Opfer.

Seit mehreren Tagen versuchen wir nun schon krampfhaft ein Weiterkommen nach Saigon zu arrangieren… Zur Zeit des Tet-Festivals gestaltet sich das Reisen im Land sehr schwierig und die Preise steigen in die Höhe. Seit Wochen gibt es keine Flüge, Bahnfahrkarten und auch Bustickets werden rar. Mit viel Einsatz eines Dänen haben wir nun aber doch ein Ticket für den Bus nach Saigon bekommen. Eigentlich hatten wir uns noch das Mekong-Delta als Reiseoption offen gelassen, jedoch müssen wir diesen Ausflug hart an unserem Budget kalkulieren, da die Preise zur Zeit für asiatische Verhältnisse einfach utopisch hoch sind. Zudem haben wir auch noch einen Flug von Phnom Penh nach Bangkok mit der Air Asia gebucht, da die Weiterfahrt von der Hauptstadt Kambodschas nach Bangkok mit etlichen Risiken verbunden ist. So haben wir mehrere Berichte über Diebstähle und lange Fahrtzeiten gehört. Auch unsere ersten Erfahrungen aus Kambodscha bestätigen einige dieser Berichterstattungen, so dass wir lieber die 55,- EUR für zwei Flugtickets in Kauf nehmen. Allerdings kommen zu dem Flugpreis noch unverschämte 25 US$ Flughafensteuer pro Person dazu. Da ist die Steuer fast genauso teuer wie der Flug…

Inzwischen sind auch wieder neue Reisepläne dazu gekommen. Wir werden der früheren Einladung nach Bangladesh folgen und im Anschluss an Myanmar dort eine Freundin nebst Familie besuchen.

Written on Februar 18th, 2007 , Asien, Vietnam

Nach mehr als 8 Stunden im Zug sind wir gestern Abend völlig erschöpft in Nha Trang angekommen.

Die Stadt liegt an der südlichen Zentralküste von Vietnam. Inzwischen hat sie sich zu einem mondänen Badeort entwickelt. Man könnte fast behaupten, es liegt ein Hauch von Cote d’ Azur in der Stadt. An der mehr als 5 Km langen Stadtpromenade erstreckt sich ein wunderschöner und sauberer Strand, an dem es sich wirklich aushalten lassen kann. Am Vormittag zieht es bevorzugt die Ausländer ans Meer. Die Einheimischen dagegen vermeiden die direkte Sonneneinstrahlung und das grelle Licht. Für sie ist die Sonne der natürliche Feind der Schönheit! Eine weiße Haut symbolisiert nicht nur in Vietnam, sondern auch in vielen anderen südostasiatischen Ländern, Trauer, aber auch Unschuld und Reinheit. Viele Frauen und Mädchen streben nach einem hellen Teint, der als Schönheitsideal angesehen wird.

Inzwischen ist das gesamte vietnamesische Volk in totaler Aufruhr. Am 18.02. steht das Tet-Festival bevor, an dem in Vietnam das Neue Jahr eingeleitet wird. Bei diesem Fest handelt es sich um den Höhepunkt des Jahres, das für wenigstens drei Tage gefeiert wird. Bereits seit unserer Ankunft in Vietnam vor gut drei Wochen konnten wir die Reinigungszeremonien an den Häusern und Tempelanlagen beobachten, denn das Tet-Festival wird auch als ein Fest der Reinigung angesehen. Vieles hat mit Aberglaube zu tun! Kopierte Geldscheine werden verbrannt, um den verstorbenen Seelen das Geld auf diese Weise zukommen zu lassen. Auch im Jenseits sind es also Zahlungsmittel notwendig… Alles was in der ersten Stunde des neuen Jahres geschieht, wird von den Einheimischen als gutes oder schlechtes Vorzeichen für den gesamten Jahresverlauf angesehen. Dies begründet auch die immense Teuerungsrate zum Feiertag. Für die ersten drei Übernachtungen brauchen wir in Nha Trang nur jeweils 6 US$ zahlen, zur Zeit des Festes werden allerdings 12 US$ fällig. Und so geht es mit vielen Dingen, Kleidung, Essen, Trinken, Reisen etc.

Aus diesem Grund werden wir wohl länger in der Stadt verweilen, da es in Saigon noch schlimmer zugehen soll! Für die letzten Tage bleibt aber noch genug Zeit, um das Mekongdelta zu besichtigen und anschließend mit dem Boot nach Kambodscha einzureisen.

Written on Februar 15th, 2007 , Asien, Vietnam

Inzwischen haben wir uns ein ganzes Stück weiter gen Süden bewegt. Mit dem Zug sind wir vor drei Tagen über den Wolkenpass nach Da Nang eingereist.

Der Wolkenpass sorgt für ein zweigeteiltes Wetter in Vietnam. Südlich von Lang Co schwingt sich sowohl die Nationalstraße N1 als auch die Bahnlinie nach Saigon in zahlreichen Windungen hinauf zum Wolkenpass. Er bildet die Klimagrenze zwischen dem subtropischen Norden und dem tropischen Süden des Landes. Der Wolkenpass mit seinen knapp 500 Metern Höhe ist ein Ausläufer des Truong-Son-Gebirges und bildet nicht nur die Wetterscheide, sondern war auch jahrhundertelang die Kulturgrenze. Sobald man den Wolkenpass erreicht hat, bietet sich einem ein wundervoller Ausblick auf die türkisfarbene Bucht von Da Nang, wenn nicht tiefhängende Wolken oder Dunst die Sicht behindern.

Da Nang spielte während des Vietnamkrieges eine wichtige Schlüsselrolle. Die Stadt machte Schlagzeilen, als im März 1965 in der Bucht von Da Nang die ersten amerikanischen Bodentruppen an Land gingen. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine der größten Militärbasen des Landes errichtet, von wo aus die Amerikaner unzählige Luftangriffe auf Nordvietnam flogen.

Heute hat das kleine Örtchen Hoi An der Stadt Da Nang den touristischen Rang abgelaufen. In der Stadt findet man nur vereinzelt ein paar ausländische Touristen. Die Mehrzahl zieht es nach Hoi An, das schon die Amerikaner zu schätzen wussten.

Obwohl es fast alle Ausländer nach Hoi An zieht, haben wir uns für Da Nang entschieden. In einiger Hinsicht eine nicht ganz einfache Entscheidung. Die meisten Hotels in Da Nang sind für große Tourbusse ausgelegt und bieten dem Individualreisenden nur teure Zimmer an. Obwohl ein offensichtliches Überangebot an Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt herrscht, fanden wir erst nach ganz zähen Verhandlungen ein passendes Hotelzimmer! Auch die Suche nach Fahrrädern gestaltete sich frustrierend schwer – genau gesagt unmöglich! Wir wollten eigentlich die Umgebung des Ortes mit den asiatischen Drahteseln erkunden, jedoch gab es in der gesamten Stadt nicht ein einziges Fahrrad zu leihen! Dafür an jeder Ecke wieder Motorräder, die jedoch bei der augenblicklichen Verkehrslage und der katastrophalen Verkehrserziehung der Leute in Vietnam nicht zu empfehlen sind! Also haben wir einen Großteil der Stadt erlaufen.

So auch heute, als wir einen Tagesausflug nach Hoi An unternommen hatten. Mit dem öffentlichen Bus haben wir es tatsächlich hinbekommen, einen individuellen Ausflug zu unternehmen. Für Individualreisende ist Vietnam nicht gerade ein freundliches Land, da man alle sehenswerten Ziele fast ausschließlich nur mit Touren erreichen kann… Nicht schön!

Nach einem Gewaltmarsch von knapp 8 Km haben wir auch das Ziel der Begierde der meisten Touristen in Hoi An zu Gesicht gekommen. Am Meer erstreckt sich ein wunderschöner Sandstrand, der sich allerdings von dem in Da Nang nicht unterscheidet.

Morgen fahren wir weiter nach Nha Trang. Es steht uns ein weiterer Reisetag bevor. Inzwischen ist fast ganz Vietnam auf den Beinen, da am 18.02.2007 das Tet-Festival – Neues Jahr, Alles neu – gefeiert wird, welches das neue Jahr in Vietnam einleitet und ein sehr wichtiger Feiertag für die Vietnamesen ist.

Written on Februar 13th, 2007 , Asien, Vietnam

Seit dem 07. Februar sind wir in der Stadt. Eigentlich hatten wir unsere Reisepläne anders legen wollen. Hatten beabsichtigt, die Tunnel von Vinh Moc zu besuchen, die in Hue bei allen Reiseagenturen in der DMZ Tour angeboten werden. Doch mehr als 8 Stunden im Bus sind uns die 10 Dollar nicht wert! Außerdem glaube ich, dass an dem Preis irgendein Hacken sein muss. Vermutlich artet die Tour dann in eine Kaffeefahrt aus. Das können wir uns sparen.

Also haben wir die Stadt so gut es eben nur geht auf eigene Faust erkundet. Ein Besuch in der Zitadelle und der alten Kaiserstadt stand ebenfalls auf unserem Programm. Nur gestern hatten wir an unserem dreijährigen Jubiläum eine Fahrt mit dem Cyclo unternommen. Wir ließen uns insgesamt zwei Stunden durch die Altstadt von Hue fahren und konnten auch einige andere informative Sachen aus der Tour für uns mitnehmen!

Inzwischen haben wir einige Bekanntschaften mit Ratten machen können, die hier in Hue eine offensichtliche Plage sind! An einigen Stellen laufen die Nager selbst am hellerlichten Tag auf der Straße herum. Manchmal wird man von den Biestern fast umgerannt…

Eine Motorradtour führte uns in die Umgebung von Hue. Zuerst wollten wir mit den Fahrrädern die Umgebung der Stadt zu erkunden, jedoch haben uns die 30 Kilometer auf den asiatischen Drahteseln (“Eisenschweinen”) abgeschreckt. Dafür war der Besuch im Grabmal von Tu Duc sehr sehenswert und hat die gesamte Tour über Thu-Wheels, einer kleinen Szenebar in Hue, sehr ereignisreich werden lassen.

Am 11. Februar werden wir mit dem Zug weiter nach Da Nang reisen. Am 23. Februar läuft unser Visum für Vietnam aus. Bis dahin soll uns die Reise noch bis ins Mekong-Delta führen.

Written on Februar 9th, 2007 , Asien, Vietnam

Um euch mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln, wie wir gemeinsam auf Reise unterwegs sind, habe ich ein Foto von mir eingefügt. Es zeigt mich am Bahnhof von Dong Hoi. Mit dem Zug sind wir am selben Tag nach Hue gefahren und befinden uns inzwischen schon drei Tage in der Stadt.

Sowohl ich als auch Caro sehen an Reisetagen immer so vollgepackt aus wie auf diesem Bild. Am Rücken ziehen zumeist 12 bis 13 Kilogramm und am Bauch kommen nochmals 5 bis 6 Kilogramm Gewicht zusammen, je nachdem wie viele Bücher wir wieder unterwegs “for free” eingesackt haben. Wir fühlen uns dann immer wie Packesel…

Written on Februar 7th, 2007 , Asien, Vietnam

Bereits bei der ersten Ankunft in Dong Hoi haben wir von der großartigen Phong Nha Höhle gehört, die wir unbedingt besuchen sollten. Unser Hotelbesitzer zeigte uns einige Fotos und wir waren davon sofort sehr angetan. Allerdings waren wir bei der ersten Ankunft in Dong Hoi die einzigen Touristen im Ort, so dass organisierte Touren nicht angeboten wurden. Eine alleinige Anfahrt verbot sich aufgrund des starken Verkehrs auf der Nationalstraße N1. Also beschlossen wir, den Besuch in der Höhle bei der zweiten Ankunft in Dong Hoi in unser Besuchsprogramm aufzunehmen.

Das Taxi und die Verhandlungen übernahm unser Bekannter in Dong Hoi, den wir bereits bei unserem ersten Besuch in der Stadt kennengelernt hatten.

Die Phong Nha Höhle ist 7,7 Km lang und an iher höchsten Stelle reicht sie bis zu 83 Meter in die Höhe. Mit dem Boot kann man in die Haupthöhle fahren, die vom Son-Fluss durchströmt wird. Das Drachenmaul (Ham Long) gewährt den Eintritt in die grandiose Welt im Berg.

Tatsächlich passierbar sind vom unteren Teil der Höhle nur 800 Meter. Das gesamte Höhlensystem ist von den Wissenschaftlern noch nicht erforscht worden, da es sich an einigen Stellen gefährlich verengt.

In der Höhle findet man eine fantastische Landschaft aus Sand, Granit, Kalkstein, Stalagtiten, Sandbänken und Riffen. An einigen Wänden der Höhle befinden sich uralte Inschriften, die auf eine vergangene Epoche deuten, in der bereits Menschen die Höhle kannten und nutzten. Allerdings konnte die Wissenschaft diese alten Schriftzeichen noch nicht entziffern, so dass Unwissenheit über deren Bedeutung herscht.

Written on Februar 6th, 2007 , Asien, Vietnam

Nach knapp 12 Tagen in Vietnam haben wir schon einige unterschiedliche Erfahrungen mit den Menschen und öffentlichen Verkehrsmitteln gesammelt. Darunter waren sehr positive Bekanntschaften aber auch einige negative Erlebnisse.

Positiv: Innerhalb der sehr kurzen Zeit in Vietnam konnten wir sehr nette Bekanntschaften mit Einheimischen machen. Insbesondere in Dong Hoi fühlen wir uns sehr wohl. Hier sind die Menschen noch sehr authentisch und nett zu uns. Man wird mit wirklichen Interesse begrüßt, obwohl die Leute hier sehr schüchtern sind! Auch heute hatten wir einen sehr netten Nachmittag in einem Café in Dong Hoi. Bereits bei unserem ersten Besuch sprachen wir mit einem jungen Mann, der gut Deutsch sprechen konnte. Vor ca. 10 Tagen war das Café noch in Bau, heute war die große Eröffnung. Wir waren natürlich sehr willkommen und man reichte uns Cocktails und Kaffee umsonst.

Auch das Reisen mit dem Zug können wir nur empfehlen. Die Expresszüge sind kostengünstig, sicher, schnell und bequem! Zusätzlich bieten sie einen sehr guten Service.

Negativ: Unsere Erfahrungen in Hanoi waren von mehreren negativen Erlebnissen geprägt. In Hanoi sind die Menschen sehr geschäftig! Man hat eine “Steuer” erfunden, die den Ausländern als “Government Tax” verkauft wird. Meist beläuft sie sich auf 10% der Übernachtungskosten. In Wirklichkeit existiert diese Steuer nicht, sondern es wird lediglich ein Servicezuschlag in Höhe von 10 Prozent in teuren Luxushotels erhoben, jedoch nicht in den Hotels der niedrigen Preisklasse bis 10 Dollar. Wir haben diese “Steuer” nie gezahlt, was vielleicht auch die andere negative Erfahrung erklären könnte. Insbesondere die Hotels in Hanois Old Quarter sind berüchtigt für ihren Einfallsreichtum was die Abzocke von Touristen anbelangt. Da werden utopische Reinigungskosten für die eigene Wäsche verlangt oder billige Zimmer werden plötzlich teurer oder sind urplötzlich ausgebucht… Die Liste ist lang. Auch von vorgetäuschten Stromausfällen ist die Rede, mit denen Touristen aus billigen Zimmern in angebliche andere Zimmer auf andere Hotels umgebucht werden. Sobald die billigen Zimmer geräumt wurden, ist von den angeblich anderen preisgünstigen Zimmern im Ersatzhotel keine Rede mehr! In Hanoi feilscht man täglich um jeden Cent!!! Sobald die geschäftigen Hotelbesitzer der billigen Preiskategorie bemerken, dass kein Interesse an ihren Touren oder Ausflügen besteht, werden aus freundlichen Menschen abweisende uns stille Zeitgenossen und man steht förmlich auf der Straße und ist erneut auf der Suche nach einer Unterkunft!

Noch schlimmer sind die Erfahrungen mit Open Tour. Von Anfang an haben wir diese Art der Fortbewegung in Vietnam vermieden, heute jedoch führte kein Weg am Bus vorbei. Wieder müssen wir davon abraten. Die Nationalstraße 1 ist eine absolute Mörderpiste. Vielleicht kann man die Busfahrt mit Scheuklappen besser überstehen… Auch das Preissystem ist der Hammer. Ein Touristenaufschlag von 150% ist die Regel. Nur gut das wir Zeit beim Reisen haben. So konnten wir mit 30 Minuten Verhandlungstaktik den realen Buspreis erzielen, mit negativer Miene des Busfahrers! Dafür haben sie den Rucksack von Caro in eine mehr als dreckige und versüffte Ladeluke gequetscht. Anschließend mussten wir den Rucksack mit Wasser und Seife reinigen!

Written on Februar 4th, 2007 , Asien, Vietnam

Zwei Tage Ha Long Bucht – ein echter Traum! Mit dem Boot haben wir einen Ausflug in der bereits 1994 von der UNESCO als Weltkulturerbe ernannten Bucht mit ihren über 3000 Kalksteininseln unternommen.

In den frühen Morgenstunden des 01. Februar sind wir von Hanoi aus nach Ha Long Bay City gefahren. Hinter Ha Long Bay City verbirgt sich das Örtchen Bai Chay, dass die Vietnamesen als Ausgangsort für Touren in die Bucht ausgewählt haben. Wer kann den Vietnamesen schon verübeln, dass sie mit ihrem Weltkulturerbe auch Profit machen wollen.

Sobald man in Bai Chay angelangt ist, bemerkt man die Massenabfertigung der Touristen, die  für die nächsten ein bis drei Tage ihre Zeit auf dem Boot oder Cat Ba Island verbringen möchten. Alles wirkt doch etwas chaotisch, denn an der Anlegestelle tummeln sich unzählige Boote, die sich förmlich um die Touristenströme tummeln. Der erste Gedanke bei diesem Anblick erinnerte uns stark an die Bilder vom Massentourismus in Mallorca. Die Prozedur nach Bootsbesteigung und Abfahrt in die Bucht dauerte aufgrund der vielen Schiffe fast eine komplette Stunde. Dann jedoch eröffnete sich uns das weite Meer, mit den in der Ferne erkennbaren Inseln.

Da das Wetter in der Ha Long Bucht reine Glückssache ist, konnten wir uns über den Nebelschleier am ersten Tag nicht beklagen. Doch als das Boot in Richtung Hang Sun Sot Höhle schipperte, wurde die Aussicht grandios. Vor uns breitete sich die ganze Schönheit der Bucht aus, die man in ihrer Gesamtheit nur vom Boot aus bestaunen kann. Der anschließende Besuch in der Hang Sung Sot Höhle war der eigentliche Höhepunkt. Im Inneren entfaltet sich eine fantastische Grottenlandschaft unvorstellbaren Ausmaßen. Ganze Kathedralen könnten in der Höhle Platz finden.

Die Nacht verbrachten wir auf dem Boot in einer kleinen Kajüte. Bereits gegen sieben Uhr abends waren wir völlig platt. Vermutlich von der frischen Meeresluft, ganz sicher jedoch von den Eindrücken des Tages.

Als Anmerkung möchte ich jedoch nicht vergessen zu erwähnen, dass der Massentourismus alsbald eine Gefahr für die Bucht werden könnte. Unverkennbar ist die Luftverschmutzung durch die vielen motorisierten Kutter und Dschunken. Jedes Schiff besitzt einen eigenen Generator, mit dem abends die Boote mit Strom versorgt werden. Natürlich laufen diese Generatoren mit Dieselkraftstoff, der als Abgas in der Atmosphäre landet. Auch die Müllverschmutzung durch die schwimmenden Dörfer der vielen Fischer und Austernzüchter lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen!

Written on Februar 1st, 2007 , Asien, Vietnam

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