Ein kurze Überfahrt zum Naturschutzgebiet Ile aux Aigrettes gehört neben dem Schnorcheln am Pont d’Esny und im Blue Bay Marine Park zu den wohl beliebtesten Aktivitäten von Mahébourg. Die 27 ha große Koralleninsel wird von der Naturschutzbehörde von Mauritius verwaltet und ist ein Schutzgebiet für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Auf der Insel sind mehrere Pärchen von Rostentauben beheimatet, die auf der Hauptinsel nahezu komplett verschwunden sind. Auch Riesenschildköten findet man auf der Ile aux Aigrettes, von denen einige Exemplare über 230 Jahre alt sein sollen. Am besten man entscheidet sich für einen Ausflug am Vormittag, denn im Dezember grenzen die Temperaturen an die 36-38 Gard Celsius. Auch die Luftfeuchtigkeit und der mangelnde Wind tragen dazu bei, das man nach der 1,5 – 2,5 stündigen Tour komplett erschöpft in die Unterkunft zurückkehrt. Trotz alledem lohnt sich der Ausflug, nicht nur wegen der Tierwelt, auch die Pflanzenwelt ist recht sehenswert. Dichte Wälder wechseln sich mit riesigen Palmen und ungewöhnlich duftenden Grünpflanzen ab. Die Blüten der „Rattenpflanze“ allerdings reibt man besser nicht in den Händen, denn sie sollen nach verwesenden Rattenfleisch riechen. Die 800 Mauritischen Rupien (etwa 20 Euro) kommen zum Großteil der gemeinnützigen Naturschutzorganisation zu Gute. Schade das diese nicht auch noch die Korallen vor der Ile aux Aigrettes vor nahenden Booten und schorchelnden Menschenmassen schützt.

Written on Dezember 8th, 2017 , Afrika, Mauritius

Ja ich habe mir einen Scooter ausgeliehen. Für 20 Euro am Tag kann ich mit der 125cc Maschine das Umland von Mahébourg erkunden. Es gibt sicher viel zu sehen, einen Plan habe ich jedoch nicht wirklich. Einfach an der Küste entlang. Der Blick auf das Meer und die Bucht von Mahébourg sind schon eine wahre Augenweide. Direkt von der Strandpromenade aus kann man den Lion Rock und die bewaldede Insel Ile aux Aigrettes sehen. Alles scheint nur einen Steinwurf entfernt aber die Fahrt über die Inselstraßen lehrt mich eines besseren. Es geht recht langsam voran. Zum einen ist der Linksverkehr gewöhnungsbedürftig und die Busse rollen auch nicht gerade rücksichtsvoll über die engen Straßen. Ist man aber erst einmal dem geordneten Chaos von Mahébourg entkommen, fährt man ziemlich entspannt auf einer gut ausgebauten Küstenstraße entlang. Hin und wieder gilt es den Schlaglöchern auszuweichen und auf den entgegenkommenden Verkehr zu achten. Hat man erst einmal den Dreh raus, ist die Fahrt mit dem Scooter recht entspannt. Und obwohl mein Aktionsradius kaum mehr als 25 km beträgt, sehe ich wunderschöne Küstenabschnitte, bergiges Hinterland, Zuckerrohrfelder und geschichtsträchtige Orte vergangener Epochen. Die Holländer und die Franzosen haben ihre Spuren hinterlassen und nur 20 km nordöstlich von Mahébourg findet man den Landungspunkt der Holländer, von wo aus im 17. Jahrhundert die Besiedlung von Mauritius begann. Mit dem Point d’Esny finde ich einen wunderschönen und nahezu einsamen Traumstrand, der das Klischee von Mauritius nun wirklich erfüllt. Einziges Manko: Müll! Der war leider schon auf La Réunion ein Problem, hier jedoch sind die Menschen noch unachtsamer was ihre Umwelt angeht. Auch die Korallen am Point d’Esny haben sicher auch schon bessere Zeiten erlebt. Einfach zu viele Menschen treten unachtsam auf die fragilen Gebilde und zerstören somit ein einzigartiges Ökosystem. Das alles wiegt für mich persönlich ziemlich schwer und ich mache mir meine Gedanken darüber, wie zerstörerisch wir alle mit unserer wunderschönen und einzigartigen Natur umgehen!

Written on Dezember 7th, 2017 , Afrika, Mauritius

Nach nur 40 Minuten Flug von europäischen Außenpunkt La Réunion begrüßt mich Mauritius mit einem „Willkommen im Paradies“. Ich hätte selbst nie daran geglaubt einmal Mauritius Mahébourg Point d'Esny - www.immeraufderreise.denach Mauritius zu fliegen. Mein Klischee reichte bisher kaum weiter über ein Land voll mit nobler Luxusresorts und Hotels an weißen Sandstränden mit türkisfarbenen Meer, einer schillernden Unterwasserwelt und natürlich Mauritius als Hochzeitsinsel. Schnell jedoch wird mir klar, dass nicht alle Klischees tatsächlich auch der Wahrheit entsprechen. Aber der Reihe nach. Nach der Ankunft sehe ich mich mit einem sehr rasant fahrenden Taxifahrer konfrontiert. Nach der gewohnten europäischen Ordnung auf La Réunion ist der afrikanische Einfluss unverkennbar, denn die Ordnung ist dahin. Alles wirkt auf mich ein wenig chaotischer, schmutziger aber vor allem ärmer. Mauritius gehört zu Afrika und obwohl jährlich sicher unzählige Touristen den kleinen Inselstaat besuchen, ist bei den Einheimischen der Wohlstand nicht so verbreitet wie noch auf La Réunion. Doch die Menschen sind freundlich und gleich nach der Ankunft in Mahébourg wähne ich mich dem Paradies ein Stück näher. Meine Unterkunft liegt direkt am Meer und der Pool scheint mit dem direkt dahinter wellenden türkisfarbenen Meer zu verschmelzen. Bunte Fische tummel sich im Wasser und der Blick schweift zum Riff und auf das Naturschutzgebiet Ile aux Aigrettes. Hier geht Mahébourg in die endlose Weite über und von Massentourismus ist keine Spur. Die nächsten vier Tage werde ich also hier verbringen, ohne Plan und ohne Ziel. Lediglich der Wunsch ist vorhanden, einmal die schillernde Unterwasserwelt aus nächster Nähe zu sehen. Und natürlich die Riesenschildkröten, die auf der Ile aux Aigrettes beheimatet sind. Vielleicht leihe ich mir auch einen Scooter, um ein wenig von meiner näheren Umgebung zu erkunden. Ich lasse mich einfach treiben.

Written on Dezember 6th, 2017 , Afrika, Mauritius

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