Es ist mal wieder soweit: Mein neuer Reisevortrag MEIN ABENTEUER MEKONG wird am 29.01.2014 ab 19 Uhr im Alten Bahnhof in Welzow zum ersten mal gezeigt. Schon am 31.01.2014 ab 19 Uhr bin ich dann in der Orangerie am Schloss in Altdöbern zu Gast. Weitere Termine sind bereits geplant und hier einsehbar. 

Mehr Informationen zum Reisevortrag im folgenden.

MEIN ABENTEUER MEKONG – Eine Live Multimediashow von André Muschick

„Reisen ist das einzig taugliche Mittel gegen die Beschleunigung der Zeit.“ Thomas Mann

Aus einem Kurzurlaub wuchs die große Sympathie für die Region am Mekong. Im Jahre 2003 schnallte ich mir meinen Rucksack auf den Rücken, um erstmals den Zauber von Südostasien zu spüren. Thailand war mein Ziel und der erste Kontakt ließ in mir das Interesse für diesen Erdteil aufkeimen. Kaum ein Jahr später folgte mit dem Besuch der kambodschanischen Botschaft in Bangkok und dem Visum im Reisepass die Einreise nach Kambodscha. Mit einer abenteuerlichen Anfahrt auf einem völlig überladenen Pick-Up von Thailands Grenze nach Siem Reap erreichte ich 140 Kilometer und 8 Stunden später die verwunschenen Ruinen von Angkor Wat. Unzählige Reisen folgten und auf meiner 12-monatigen Weltreise verbrachte ich 4 Monate in Thailand, Laos und Kambodscha. Obwohl alle diese Länder am Mekong – der Mutter aller Wasser – liegen, können sie unterschiedlicher kaum sein. Tiefster unberührter Dschungel, tosende Wasserfälle, glasklare Gebirgsbäche und freundliche Menschen sind mein Antrieb, warum es mich immer wieder in diese Region zieht. Von der alten Tempelstadt Luang Prabang bis in die laotische Hauptstadt Vientiane, zu den alten Khmer Ruinen am Vat Phou Bergtempel geht es weiter durch wunderschöne Natur zum verwunschenen Tempelkomplex Angkor Wat und in die quirlige Metropole Bangkok. Kommen Sie mit auf eine spannende Reise und nehmen Sie teil an meinem Abenteuer Mekong.

MEIN ABENTEUER MEKONG erzählt in mehr als 500 Bildern und Videos meine Reiseerlebnisse. Tauchen Sie gemeinsam mit mir ein in eine Welt voller unterschiedlicher Kulturen, erleben Sie kulinarische Sensationen und spüren Sie den Zauber Südostasiens mit allen Sinnen. Wandeln Sie auf den Spuren eines Globetrotters, der sich nur mit dem Flugticket in der Tasche und dem Rucksack auf dem Rücken in die Fremde begibt.

Vortragsdauer ca. 120 Minuten inklusive Pause.

Ein Vortrag in HDTV, umgesetzt mit Wings Platinum 5 von AV Stumpfl.

Mehr Infos zu meinen Reisen und Vorträgen finden Sie im Internet unter:  www.immeraufderreise.de und www.immeraufderreise-multivisionen.de

 

Written on Januar 9th, 2014 , Allgemein, Kambodscha, Laos, Thailand, Vietnam Tags:

Ach wie schön, wie schnell der Weg von Phnom Penh nach Bangkok vergangen ist! Mit der Air Asia sind wir in knapp einer Stunde Flugzeit in Thailand gelandet. Auf dem Landweg wären wir vermutlich bis zu 24 Stunden auf Achse gewesen…

Müssen in den nächsten drei Tagen noch einiges erledigen, ehe wir am 08.03.2007 nach Yangon fliegen werden. Freuen uns auf Myanmar. Dann allerdings werden wir unsere Internetseite erst wieder nach dem 01. April aktualisieren, da zwischen Myanmar und den anderen südostasiatischen Ländern mindestens 50 Jahre Unterschied in der Entwicklung liegen.

Written on März 3rd, 2007 , Asien, Kambodscha Tags: ,

Relativ schnell haben wir uns zu einem Ausflug nach Bokor Mountain entschlossen. Es handelt sich hierbei um ein Naturschutzgebiet, welches bei dem Elefantengebirge zu finden ist. Mit dem Pick Up fuhren wir in einer abenteuerlichen Fahrt zum Phnom Popok, dem “Berg um den die Wolken kreisen”. In der Tat, während es in Kampot noch unerträglich heiß war, wurde es mit Meter um Meter auf der Off-Road Piste immer kühler! Nach ca. zwei Stunden Fahrt über Steine, Schlaglöcher und durch tiefsten Dschungel erreichten wir den ersten Stopp von Bokor Hill, die ehemalige Residenz des früheren Königs samt Aussichtsplattform. Alle Gebäude sind den Naturgewalten überlassen. Entsprechend verfallen liegen sie wie Geisterhäuser im Nebel. Bei guter Sicht reicht hier der Ausblick von der vietnamesischen Küste über die Insel Phu Quoc (Vietnam) bis nach Sihanouk Ville.

Früher galt Bokor als ein Ferienort für reiche Franzosen und Kambodschaner, die sich hier in Luxushotels und einem Kasino vergnügten. Heute hingegen stehen nur noch die alten Gebäude verlassen auf dem Hochplateau und bilden die berühmte Geisterstadt. Die verwitterten Fassaden der Häuser sind von Einschusslöchern und Kratern übersät. Das gesamte Areal um Bokor galt in der Zeit der Roten Khmer als Sperrzone. Pol Pot und seine Schergen fanden hier ein optimals Rückzugsgebiet. Viele Minen versperrten den Zutritt auf das über 1000 Meter hoch gelegene Plateau. Landwirtschaft war bisher nicht möglich und nur die Minen verhinderten die illegale Abholzung der Wälder! Durch die Ruhe profitieren vor allem die Elefanten und Tiger, die in den angrenzenden Wäldern noch heimisch sind.

Seitdem die Roten Khmer vertrieben und die Straße entmint wurde, gibt es Angebote für Ausflüge nach Bokor Mountain. Insgesamt zählten wir aber nur gut 20 Touristen auf dem Plateau. Dies kann sich im Zuge des geplanten Ausbaus der Strasse und der Errichtung eines Hotels auf dem Berg ändern! Schön, dass wir diesen Ort noch recht ursprünglich entdecken konnten.

Written on Februar 28th, 2007 , Asien, Kambodscha

Nach einiger Reiseplanung über das Internet sind wir auf einen interessanten Artikel über den Strand von Sihanouk Ville aufmerksam geworden. Bambushütten am Meer, frisches Seafood, klares Wasser und weiße Strände klangen verlockend. Also entschlossen wir uns, mit dem lokalen Bus von Phnom Penh nach Sihanouk Ville zu fahren.

Eigentlich ist Sihanouk Ville nichts weiter als eine Hafenstadt, die ihren Namen dem gleichnamigen Bauwerk verdankt. Französische Ingeneure errichteten hier 1965 einen Hafen, der durch die vorgelagerten Inseln optimal geschützt war.

Heute leben in dem Ort vor allem Chinesen und Sino-Khmer (Kambodschaner, die sich mit Chinesen vermischt haben). Alles im Ort boomt! Seitdem die Grundstücksspekulanten ihren Plan aufgeben mussten, an der Küste würde sich ein eliteres Baderesort entwickeln, schiessen die neuen Hotels, Gästehäuser und Bars nur so aus dem Boden. Infolge dessen hat sich in der Stadt etwas breit gemacht, was mit der Bezeichnung “Kein Charakter” gut beschrieben werden kann. Es gibt halt nichts! Die Stadt wurde künstlich aus dem Boden gestampft, seitdem der Hafen in den 60er Jahren entstanden ist. Bis vor zwei Jahren gab es in Sihanouk Ville noch nicht einmal befestigte Strassen, heute hingegen versuchen die Kambodschaner vom aufstrebenden Tourismus zu profitieren.

Uns hingegen kam es so vor, als würden die Einheimischen vom Boom überrascht! Teilweise kommen sie mit dem aufstrebenden Tourismus nicht zurecht und wirken überfordert. Von sanfter Entwicklung kann an den Stränden keine Rede sein… Es wird halt wie überall der gleiche Fehler gemacht. Hotel an Hotel.

Nach knapp 3 Stunden im Ort stellten wir uns die Frage: “Was zur Hölle wollen wir in Sihanouk Ville?” Klar, der Strand ist teilweise recht hübsch, doch Ruhe und Ausgeglichenheit brauchen wir derzeit nicht. Also haben wir nur unsere Bücher und Reiseliteratur gut an den Mann gebracht, und leisteten uns den Luxus eines privaten Taxis nach Kampot. Da keine öffentlichen Verkehrsmittel nach Kampot verkehren, blieb außer der Shared-Taxi Variante mit 30 Leuten im Minibus oder Pick Up nur der private Service. Wir haben es nicht bereut!

Zu erwähnen sind in Sihanouk Ville die vielen, individuellen Hilfsprojekte. Insbesondere das Starfish Project soll erwähnt werden. In der Stadt findet man ein kleines Café mit Internetanbindung und Verkaufsladen. Die Angestellten sind meist körperlich behindert. Die Erlöse aus dem Projekt dienen der Familienplanung und der Gesundheitsfürsorge.

Written on Februar 26th, 2007 , Asien, Kambodscha

“Der Zauberbaum” 

Die Killing Fields gelten als ganz besonders dunkle Kapitel der Geschichte von Kamodscha. Während der Herrschaft der Ultra-Kommunisten unter Leitung von Pol Pot wurden allein in der Umgebung von Phnom Penh am Chheung Ek mehr als 17.000 Menschen hingerichtet.

Vom 17. April 1975 bis zum 7. Januar 1979 wurden in ganz Kambodscha ca. 1,5 Millionen Menschen verhaftet, verschleppt und hingerichtet. Viele Inhaftierte mussten ihr Leben an den Killing Fields lassen, die im ganzen Land zu finden waren. Alle Menschen, die in den Augen von Pol Pot als Regimekritiker galten, waren potenzielle Gefahrenquellen für das Land und mussten sterben. Darunter befanden sich Frauen, Kinder, Intellektuelle, frühere Staatsminister und Ausländer.

Heute ist Chheung Ek ein mystischer Ort, an dem nur die Fremdenführer zu hören sind. Die meisten Besucher schweigen, während sie das Areal besuchen. Auf dem Gelände befanden sich etliche Massengräber, in denen die Opfer zu Hunderten vergraben wurden. Das größte Massengrab war mit 450 Leichen gefüllt!

Eine Gedenkhalle beherbergt die Überreste von unzähligen Menschen und gilt als Mahnmal für diese blutige Zeit im Land.

Written on Februar 24th, 2007 , Asien, Kambodscha Tags:

Nach viel Überlegungen an den Vortagen hatten wir uns doch zu einer Tour im Mekong Delta entschlossen. Auf der einen Seite hatten wir damit die Möglichkeit der Besichtigung dieses einmaligen Landstriches in Vietnam, auf der anderen Seite konnten wir mit dieser Tour auch gleich noch mit dem Boot nach Kambodscha einreisen. Eigentlich wollten wir auf eigene Faust den Grenzübertritt nach Kambodscha mit anschließender Bootsfahrt nach Phnom Penh machen, jedoch wollte sich der Preis und der Stress auf keine Weise mit dem Tourpreis und deren Organisation aufrechen lassen. Also buchten wir für den 20. und 21. Februar ab Saigon diese Tour.

Vorab reisten wir mit dem Bus von Nha Trang nach Saigon und waren mal wieder in einen Unfall mit einem Motorrad verwickelt. Zuerst musste der Bus stoppen, da es an der Straße eine Rangelei gab, wobei ein Kind fast vor den Bus gestossen wurde. Anschließend krachte es mächtig laut… Ein Motorradfahrer fuhr voll auf unseren Bus auf! Dabei verletzte er sich am Kopf. Was am Ende dabei herausgekommen ist können wir nicht sagen, da der Bus nach einigen Verhandlungen mit dem Unfallopfer alsbald die Flucht antrat. Das hat uns mal wieder gezeigt, dass die Unfallstatistik für Vietnam zu Recht die höchste der gesamten Welt ist.

Bei unserem kleinen Ausflug durch das Delta machten wir bei der Reispapier- und Bonbonherstellung aus Kokosnuss halt. Leider glich dieser Stopp einer Art Kaffeefahrt! Es tummelten sich unzählige Touristen an den Ständen und in den Produktionshallen, so dass von dem eigentlichen Prozess der Arbeit der Einheimischen für uns nichts zu sehen war. Schade eigentlich, weil interessant war es allemal. Bei der anschließenden Fahrt durch die schmalen Kanäle des Deltas konnten wir den Einheimischen beim Alltag zusehen. Als besonders exotisch erwies sich die Szene des Mannes bei der Reinigung eines toten Tieres im Mekong. Es war ein Hund! In Vietnam gibt es halt manchmal auch Hund als Festagsbraten!!!

Am Morgen des zweiten Tages unserer Tour fuhren wir mit dem Ruderboot für knapp zwei Stunden durch die schwimmenden Dörfer. Diese Dörfer haben den Vorteil, dass sie bei Hochwasser immer mit dem steigenden und sinkenden Pegel mitschwimmen. Da der Mekong jedes Jahr über seine Ufer tritt, haben sich vorwiegend im Mekong Delta diese Art der Dörfer etabliert.

Anschließend ging es mit dem Schnellboot in Richtung Kambodscha. Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichten wir die Grenze im Nirgendwo. Hier gab es wirklich nichts, bis auf viele Enten, Hühner und anderlei Getier. Ein paar Häuschen und Schildchen wiesen auf den Grenzposten hin, der eigentlich nur durch die Offiziellen zu erkennen war.

Am Abend erreichten wir völlig erschöpft Phnom Penh und gemeinsam mit zwei weiteren Pärchen aus Deutschland fuhren wir mit dem Tuk Tuk an die “Lake Side” – einem Hotspot für Backpacker. Obwohl dieser Ort nur so von jungen und älteren Reisenden wimmelt, ist er doch wesentlich angenehmer und ruhiger als erwartet. Allerdings bedarf es einer anstrengenden Suche, um ein geeignetes Quartier zu finden. Nun schlafen wir für 4 US$ die Nacht in einem zwar kleinen, dafür aber ruhigen und angenehmen Raum.

Was uns schon seit dem Grenzübertritt zu schaffen macht, ist die unangenehme Wärme. Hier bedarf es einer klaren Tagesplanung, um nicht vor totaler Erschöpfung in Ohnmacht zu fallen. Deswegen erwies sich die Suche nach einem Schuster als reine Nervensache, denn wir hatten seit Tagen schon ein kleines Problem. Bei Caro’s Rucksack riss der Tragegurt aus und hing im wahrsten Sinne des Wortes nur noch am seidenen Faden. Unsere Suche nach einer professionellen Hilfe in Saigon scheiterte wegen des Tet-Festivals, da viele Handwerker ihre Geschäfte geschlossen hatten. Also flickten wir das Tragesystem notdürftig und dies musste bis Phnom Penh halten. In Phnom Penh fragten wir abermals mehrfach nach einem Schuster. In einer kleinen Seitengasse wurden wir dann fündig. Unser Glück, dass es diesen Berufsstand in Asien noch zahlreich gibt.

Written on Februar 21st, 2007 , Asien, Kambodscha, Vietnam

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