Ayutthaya

Karte

Ehemalige Hauptstadt Siams

 

Etwa 75 Kilometer nördlich von Bangkok liegt die Stadt Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Siams (1350 – 1767). Die Umgebung von Ayutthaya ist so ganz anders als man es von Bangkok gewohnt ist. Kaum hat man die Hauptstadt von Thailand hinter sich gelassen, da beginnt sich das Land zu verändern. Schnell befindet man sich in einer ländlichen Umgebung, die geprägt ist von Reisfeldern, Shrimps- und Obstfarmen. In Ayutthaya gibt nicht mehr das Laute und das Schrille den Ton an. Hier kann man Thailand in seiner ursprünglichen Form kennen lernen. Neben prachtvollen Ruinen von Tempelanlagen vergangener Zeiten wartet Ayutthaya mit Palästen und Festungsanlagen auf, die nicht nur die Stadt selbst, sondern die gesamte Umgebung des Ortes bestimmen. Besonders gut kann man die unzähligen Sehenswürdigkeiten mit einer Fahrt im Tuk Tuk, einem kleinen dreirädrigen Motorradtaxi erkunden.

Die Stadt selbst hat eine ungefähre Einwohneranzahl von 78.000. Interessant an Ayutthaya ist auch die Lage, denn die Stadt liegt wie auf einer Insel. Umgeben ist sie an allen Seiten von Wasser, im Westen und Süden bildet der Chao Praya eine natürliche Barriere, im Osten ist der Pa Sak die Begrenzung und im Norden findet sich ein kleiner Flusslauf, der im ursprünglichen Flussbett des Lop Buri strömt.

Einst war es der König U-Thong, der Ayutthaya zur Hauptstadt des Königreichs machte. Schicksalhaft ist dann allerdings das Ende der Glanzperiode der Stadt, denn mit einem Überfall der Burmesen im Jahre 1767 endete die Vorherrschaft von Ayutthaya. Reste der Stadtmauer bezeugen, dass die natürliche Lage und die Festungswälle deutlich zum langen Bestand der Glanzperiode von Ayutthaya beigetragen haben.

Heute erschließt sich die Stadt dem interessierten Touristen auf unterschiedliche Art und Weise. Gut kann man Ayutthaya mit dem Tuk Tuk erkunden, wobei hier der Preis der Fahrt reine Verhandlungssache ist. Um sein Gesicht nicht zu verlieren, sollte man mit den Taxifahrern geschickt und fair verhandeln. Beim endgültigen Preis trifft man sich bei ca. 70 bis 80% des Erstangebotes. Zum Vergleich: Wir haben im Jahr 2004, nach einer langen den gesamten Vormittag andauernder Verhandlung, 400 TBaht für zwei Personen bezahlt. Ursprünglich wollte der Tuk Tuk Fahrer 600 TBaht für diese Tour. An den Sehenswürdigkeiten kann man mit einem durchschnittlichen Eintrittspreis von 20 – 30 TBaht rechnen, die aber angesichts der wirklich interessanten Bauwerke und Buddhafiguren keineswegs zu hoch angesetzt sind.

Selbstverständlich erschließt sich einem die Stadt auch mit dem Fahrrad, das man gut an jedem Guesthouse mieten kann. Allerdings möchte ich an dieser Stelle dazu raten, sich das Gefährt seiner Wahl vor Abfahrt besonders gut zu inspizieren. Am Fahrrad meines Bruders löste sich im Jahr 2003 die Felge des Vorderrades von den gesamten Speichen ab. Zudem kann es vorkommen, dass Bremsen und Schaltung nicht funktionieren!

Unterkünfte bieten sich den Besuchern von Ayutthaya in allen unterschiedlichen Preiskategorien an. Schon ab ca. 200 TBaht kann man vernünftig absteigen. Aber auch hier gilt: Vorab das Zimmer begutachten, denn schließlich möchte man sich auch wie zu Hause fühlen. 

Einen Tipp möchte ich an dieser Stelle noch geben: Am Abend sollte man den Weg zum Nachtmarkt von Ayutthaya nicht scheuen! Hier kann man ganz besonders gut die thailändische Küche zu geringen Preisen (ab 20 TBaht) probieren und genießen. Außerdem hat man einen schönen Ausblick auf den Fluss Pa Sak, der bei Nacht und Vollmond ganz besonders beeindruckend wirkt.