Kanchanaburi

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Eine Region voller Kontraste

 

Mit Bus oder Bahn gelangt man zur ca. 130 km westlich von Bangkok gelegenen Stadt Kanchanaburi. Kanchanaburi bildet mit einer Fläche von knapp 19.500 km² die drittgrößte Provinz des Landes. Das Wetter in Kanchanaburi ist etwas kühler als in Bangkok. In den letzten Jahren sind die Stadt und die Provinz bei den Touristen immer beliebter geworden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen vor allem die durch den gleichnamigen Kinofilm bekannt gewordene River Kwai Bridge, der Hellfire Pass, der Erewan National Park und der Tiger Tempel. Trotz der steigenden Popularität bei den Touristen ist Kanchanaburi eine vergleichsweise ruhige Provinz. Kaum etwas deutet auf regen Tourismus hin. Einzig die vielen Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Fluss zeugen von der Beliebtheit der Stadt.

Unter dem König Rama I gegründet, diente Kanchanaburi während des Thailändisch-Burmesischen Krieges als Verteidigungslinie der am Drei-Pagoden-Pass einfallenden Burmesen. Während des 2. Weltkrieges erlangte die Stadt einen unrühmlichen Ruf. Mehrere tausend Kriegsgefangene starben beim Bau der Todesbahn von Burma nach Thailand am bekannten Three Pagodas Pass. Heute zeugt ein kleines, sehr sehenswertes Museum am Hellfire Pass von der unrühmlichen Geschichte. Die durch den Kinofilm bekannte River Kwai Bridge ist ebenso bekanntes und beliebtes Ausflugsziel bei Thais und ausländischen Touristen. Jedes Jahr von Ende November bis Anfang Dezember findet mit einer spektakulären Licht- und Sound Show das River Kwai Bridge Festival statt, zu dem unzählige Einheimische und ausländische Touristen pilgern. Das Festival erinnert an die Geschichte der Todesbahn und die Bombardierung der Brücke während des 2.Weltkrieges. Es ist die einzige Zeit im Jahr, an dem die Stadt nahezu vollständig ausgebucht ist!

Trotz der traurigen Vergangenheit besticht die Provinz durch eine beeindruckende Landschaft und freundliche Bewohner. So bietet sich auf jeden Fall ein Besuch in dem wunderschönen Erewan National Park an, in dem der einzigartige Erewan Wasserfall über 7-stufige Sinterterrassen mehrere Kilometer zu Tal stürzt. Auf einem Wanderweg kann man von der 1. bis zur 7. Terrasse aufsteigen und so einen der schönsten Wasserfälle Südostasiens bewundern.

Interessierte Geschichtsliebhaber können in Kanchanaburi an mehreren Plätzen und Museen mehr über die Geschichte des Ortes während des 2. Weltkrieges erfahren.

Tipps von unserer Seite:

Den Erewan National Park besucht man am besten nicht zu Feiertagen und an Wochenenden, da der National Park mit seinem gleichnamigen Wasserfall ein beliebtes Ausflugsziel der Thais ist. So kann er gerade am Wochenende sehr stark frequentiert sein. Um Zutritt zum Park zu erhalten, muss man einen Eintrittspreis von 200 TBaht zahlen.

Sehr sehenswert ist der Tiger Tempel, in dem buddhistische Mönche mit wilden Tigern zusammenleben. Der Tiger Tempel gilt als anerkanntes Reservat und Aufzuchtstation für die bedrohten Tiere. Ein ganz beliebtes Spektakel ist die Ausführung der Tiger in den nahe gelegenen Steinbruch. Mutige Touristen haben die Möglichkeit ganz nah an die Tiger heranzukommen.