Samstag, 14. März 2009

Trekkingtour Gunung Manir

Trekking Bogor Mountain

Aufwachen! Es ist schon spät. Wir haben verschlafen. Eigentlich wollten wir gegen neun Uhr morgens dem Morgenruf des Weckers folgen, doch wir sind immer noch viel zu müde. Also schälen wir uns eine Stunde später aus den Schlafsäcken und beginnen den Tag. Wir wollen uns ein anderes Zimmer irgendwo in der Stadt suchen. Nach dem Frühstück irren wir planlos durch das Verkehrschaos von Bogor. Die Orientierung fällt uns noch sehr schwer und wir vertrauen uns abermals einem Becakfahrer an, der uns mal wieder ewig durch das Straßengewirr kutschiert. Aber wir kommen tatsächlich am Bahnhof an, den man als solchen überhaupt nicht erkennen kann. Die Gleise sind durch die Straßenstände und durch den Markt komplett verbaut. Zum Glück finden wir eine Touristeninfo, an der wir uns hilfreiche Aussagen für die vielen Fragen erhoffen. Stattdessen werden wir von einigen Tourguides umringt, die uns eine tolle Dreitagestour anbieten wollen. Sie kennen zufällig auch noch ein schönes Guesthouse direkt in der Nähe. Nach etwas zögern vertrauen wir uns ihnen an und wir finden das gesuchte Guesthouse und buchen ein paar Stunden später auch noch die Tour, obwohl sie augenscheinlich überteuert ist. Ein paar Verhandlungen drücken den Preis, doch trotzdem zahlen wir noch viel zu viel. Dafür versprechen uns die Jungs ein wirkliches Abenteuer mit Dschungelwanderung, Wasserfall, Bambusguesthouse in den Bergen, Reisterassen, Vulkantrekking und Weiterfahrt nach Pangandaran. Das klingt alles so verlockend, dass es einfach nur toll sein muss! Am Ende der Tour werden wir unsere Entscheidung auch nicht bereuen, auch wenn wir am ersten Tag bei der Dschungelwanderung komplett einregnen. Den Wasserfall schenken wir uns, nicht wegen dem Regen, sondern wegen des reißenden Flusses, den wir dafür durchqueren sollen. Das ist fernab der Vernunft, was den anderen Tourteilnehmern erst später bewusst wird, nachdem ihr Geld und ihre Reisepässe gewässert wurden! Man kann von Glück sprechen, das es nur dabei blieb. Am Abend servieren uns die Jungs ein köstliches Essen mit allerlei kulinarischen Leckereien. Mein Interesse an Sambal erweckt ihre Neugierde. Offensichtlich glauben sie, dass kein Ausländer scharfes Essen vertragen würde. Ein schöner Tag mit vielen Eindrücken geht zu Ende.

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