Beiträge zum Stichwort »Vietnam«

Montag, 13. April 2009

Diavortrag 24. April in Calau

Reisebild

Foto: U. Hegewald

Altdöberner Weltenbummler erzählen. In 28 Ländern war der Rucksack von André Muschick und Carolin Büttner ein treuer Begleiter, bevor er - verziert mit den Flaggen der Reiseländer - von den Weltenbummlern in den Ruhestand versetzt worden ist. Die Live-Diashow „Immeraufderreise – sechs Monate durch Südostasien“ wird am 24. April im Gasthaus During in Calau/Altnau gezeigt.

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Donnerstag, 02. April 2009

Altdöberner Weltenbummler erzählen

Erlebnisse ihrer Weltreisen schildern André Muschick und Carolin Büttner. Sie sind „immer auf der Reise“. Bevor die Ergotherapeutin und der Sozialarbeiter erneut zu einer vierwöchigen Reise nach Südostasien aufgebrochen sind, berichteten sie in der Aula der Altdöberner Förderschule von unvergessenen Eindrücken, die sie von früheren Touren dorthin mitgebracht haben.

Rucksackbild
In 28 Ländern war der Rucksack von André Muschick und Carolin Büttner ein treuer Begleiter, bevor er - verziert mit den Flaggen der Reiseländer - von den Weltenbummlern in den Ruhestand versetzt worden ist. Foto: U. Hegewald 

Die Zahlen sprechen für sich: Mit 42 Kilogramm Rucksackgewicht auf den Schultern, bereisten die beiden Weltenbummler 2006/2007 in 180 Tagen neun südostasiatische Länder. Bei einem Dia-Reisevortrag führten Carolin Büttner und André Muschick ihre Gäste in den asiatischen Dschungel, an bedeutende Kultstätten und in entlegene Landstriche, in denen sie das Gefühl hatten, am Ende der Welt angekommen zu sein. „Der Weg ist immer das Ziel und jeder Tag ein Erlebnis“, ließ Carolin Büttner noch einmal ihre Erinnerungen kreisen. Längst hat sich die 24-Jährige vom Reisefieber ihres 31-jährigen Lebensgefährten André Muschick anstecken lassen, der seit 1998 die Erdkugel ergründet und dabei inzwischen 32 Staaten durchquert hat. „Zwei- bis dreiwöchige Pauschalreisen mit Halb- oder Vollpension in einem gemütlichen Hotel sind nicht unser Ding. Für uns ist es wichtig, Ausflugsziele und Aufenthaltsdauer selbst festzulegen“, sagte er. Trotz aller Spontanität sei eine rigorose Reisevorbereitung unumgänglich. Ohne Reisepässe, Führerscheine, Impfungen, Englischkenntnisse und einer gesunden Portion Hintergrundwissen könne eine Tour schnell zur Tortur werden. Wer sich mit spartanischen Nachtlagern anfreunden und auf westeuropäischen Luxus verzichten kann, sich auf Begegnungen mit krabbelnden Acht- und Vierbeinern einstellt und bereit ist, religiöse Regeln zu respektieren, wird mit faszinierenden Erlebnissen belohnt, die alle vorherigen Strapazen vergessen lassen. „Reisen ist uns sehr wichtig, dafür sparen wir Monat für Monat. Für einen Reisetag in Südostasien sollte ein Paar rund 25 Euro einplanen“, sagt André Muschick. Von ernsthaften Erkrankungen blieben die Altdöberner auf ihrem Sechs-Monate- Trip ebenso verschont wie von Kriminalität. „Wir haben uns nie bedroht gefühlt“, entgegneten Carolin Büttner und André Muschick. Heimisch und willkommen sei man sich vielerorts vorgekommen, was sie dazu bewogen hat, erneut die Rucksäcke zu packen. „Es ist die Natur, die uns beeindruckt, die Spiritualität, die uns fesselt und die Gastfreundschaft der Menschen“, nannte André Muschick Gründe, warum die Reise wiederholt nach Südostasien führt. Ihren Reisegewohnheiten halten sie dabei die Treue: Bis auf zwei Sitzplätze im Flugzeug haben die beiden Weltenbummler für ihren Ausflug ins Unbekannte vorerst keine weiteren Annehmlichkeiten gebucht.

Die Live-Diashow „Immeraufderreise – sechs Monate durch Südostasien“ wird am 24. April im Gasthaus During in Calau/Altnau gezeigt.

Von Uwe Hegewald

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Mittwoch, 04. Februar 2009

Diavortrag März und April

Diaschau Ankündigung

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." Aurelius Augustinus

Von der quirligen Metropole Bangkok aus beginnt eine 6-monatige Reise durch das reizvolle Südostasien. Nur mit dem Rucksack auf dem Rücken und ohne festen Plan zog uns dieser Erdteil immer wieder fest in seinen Bann. Der Wind machte es uns vor und wir folgten ihm. Der Weg war das Ziel und er führte uns durch atemberaubende Landschaften in Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha. Neben der klassischen Route verschlug es uns aber außerdem noch in das ehemalige Burma - das heutige Myanmar. Wir folgten einer Einladung nach Bangladesch und verbrachten zwei Wochen bei einer einheimischen Familie in Dhaka. Anschließend setzten wir unsere Reise nach Westmalaysia fort, um über Singapur nach Indonesien einzureisen. Auf Bali und Lombok ließen wir nach 180 Tagen das Abenteuer Südostasien ausklingen.

Immeraufderreise - 6 Monate durch Südostasien erzählt in abwechslungsreichen Bildern unsere Reisegeschichten, die wir auf mehreren Etappen in den Jahren 2003 - 2007 erlebt haben.

Wir möchten alle Interessierten recht herzlich einladen, um mit uns am 06. März 2009 in der Aula der Förderschule Altdöbern und am 24. April 2009 in der Gaststätte During in Calau gemeinsam auf Reise zu gehen. Einlass ist jeweils um 19 Uhr - Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 4,- €. 

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Donnerstag, 07. Juni 2007

Jetzt geht es weiter

Nach 180 Tagen auf Reise in Asien erwartet uns morgen der Flug nach Australien. Am Samstag werden wir dann in Sydney landen und auf uns warten dann ganz andere Erfahrungen und Eindrücke.

Südostasien ist uns in dem halben Jahr auf Reise sehr ans Herz gewachsen. Die Menschen waren fast durchgängig sehr freundlich und empfingen uns zumeist offen und herzlich. Oft wurden wir eingeladen und konnten so am Leben der Einheimischen teilnehmen. Wir haben viele schöne Erinnerungen an Asien. Insbesondere die letzten 20 Tage in Indonesien werden wir wohl lange in Erinnerung behalten. Sowohl auf Bali als auch auf Lombok hatten wir nette Zimmer und nette Vermieter.

Hinsichtlich unserer Vorbereitung auf Australien und Neuseeland, scheint Asien viel unkomplizierter zu sein. Weniger Bürokratie und Regeln aller Art machen das Leben in fast allen bisher bereisten asiatischen Ländern wesentlich einfacher.

Für uns steht fest: Asien wird wohl auch in Zukunft auf unserer Reiseliste ganz oben stehen. Alsbald möchten wir Indonesien intensiver erkunden, denn nach Myanmar und Laos empfanden wir das größte südostasiatische Land als sehr abwechslungsreich und spannend. 

Wir hoffen, dass die nächsten 180 Tage ebenfalls so reibungslos verlaufen werden und wir im Anschluss unseres Round-The-World Trips sagen können: "Das war ne geile Reise".  

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Mittwoch, 07. März 2007

Wochenkurier Lübben - News

Interview 

Traumhafte Kulisse: André Muschick und Carolin Büttner am Saensuk Pasum Wasserfall in Pakse, Laos. Foto: Privat

07.03.2007 -

Während sich so mancher im tristen deutschen (Winter-)Wetter in die Ferne sehnt, haben sich Carolin Büttner und André Muschick aus Altdöbern diesen Traum erfüllt. Eine reine Weltreise sei der Trip der beiden Lausitzer nicht, meint André Muschick. Dennoch lesen sich die geplanten Stationen ihrer einjährigen Reise durch fremde Länder und Kulturen wie die Reiseabteilung in einer guten Bibliothek: Thailand, Malaysia, Bali, Australien, Neuseeland oder Südafrika, um nur einige zu nennen.
Am 11. Dezember letzten Jahres nahm die Reise der beiden am Altdöberner Bahnhof ihren Anfang. „Bereits während meiner ersten Asienreise durch Nepal im Jahr 1998 lernte ich die Faszination des unabhängigen Reisens ausführlich kennen. Mit Caro fand ich die ideale Partnerin, um solche Reisen zu unternehmen“, berichtet der 29-jährige André Muschick über die Beweggründe für die einjährige Reise durch die Welt. Über die Stationen Vietnam, Laos und Thailand sind sie mittlerweile in Kambodscha angekommen und besichtigten dort unter anderem die Hauptstadt des Landes, Phnom Penh. Diese ist im Übrigen von Calau, wo beide das Carl-Anwandter-Gymnasium besuchten, exakt 9.075 Kilometer Luftlinie entfernt (berechnet von: www.nucleus2000.de). 
Ein besonders prägendes Erlebnis hatte die gelernte Ergotherapeutin Carolin Büttner in Laos Hauptstadt Vientiane. „Ich wurde auf der Straße von einer alten einheimischen Frau mehrfach angebettelt, ihr etwas Geld zu geben. Die Frau sprach einige Wortfetzen Englisch, die auf zu Hause, Hilfe und Geld hindeuteten. Als ich ihr kein Geld geben wollte, wurde diese Frau sehr unfreundlich, handgreiflich und schimpfte laut. Das hat uns gezeigt, dass viele Einheimische mit ihren Sorgen, Nöten und Problemen allein gelassen werden, manchmal die Hilflosigkeit regiert und Ausländer gern als ´Geldmaschinen´ angesehen werden“, so die 22-jährige. Geld spielt auch auf dem Trip der beiden eine wichtige Rolle. So werden sie in Australien ein zweimonatiges „Work & Holiday“-Visa beantragen, um die Reisekasse aufzubessern. Natürlich gilt ein Gruß beider Abenteurer allen Daheimgebliebenen: „Auf diesem Wege wollen wir uns nochmal bei Caros Oma für die Pflege unseres Hauses bedanken. Außerdem ein Dank aus der Ferne an Karo und Susi für die Pflege unserer Katze Purzel und den Fischen“, so André Muschick. Wer mehr über die Reisestationen der beiden Abenteurer lesen will, im Internet führen sie auf www.immeraufderreise.de ein Online-Tagebuch mit vielen Fotos - zum Fernweh bekommen... Jan Hornhauer

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Mittwoch, 21. Februar 2007

Mekong Delta und Einreise nach Kambodscha

Mekong Delta Ruderfrauen

Nach viel Überlegungen an den Vortagen hatten wir uns doch zu einer Tour im Mekong Delta entschlossen. Auf der einen Seite hatten wir damit die Möglichkeit der Besichtigung dieses einmaligen Landstriches in Vietnam, auf der anderen Seite konnten wir mit dieser Tour auch gleich noch mit dem Boot nach Kambodscha einreisen. Eigentlich wollten wir auf eigene Faust den Grenzübertritt nach Kambodscha mit anschließender Bootsfahrt nach Phnom Penh machen, jedoch wollte sich der Preis und der Stress auf keine Weise mit dem Tourpreis und deren Organisation aufrechen lassen. Also buchten wir für den 20. und 21. Februar ab Saigon diese Tour.

Vorab reisten wir mit dem Bus von Nha Trang nach Saigon und waren mal wieder in einen Unfall mit einem Motorrad verwickelt. Zuerst musste der Bus stoppen, da es an der Straße eine Rangelei gab, wobei ein Kind fast vor den Bus gestossen wurde. Anschließend krachte es mächtig laut... Ein Motorradfahrer fuhr voll auf unseren Bus auf! Dabei verletzte er sich am Kopf. Was am Ende dabei herausgekommen ist können wir nicht sagen, da der Bus nach einigen Verhandlungen mit dem Unfallopfer alsbald die Flucht antrat. Das hat uns mal wieder gezeigt, dass die Unfallstatistik für Vietnam zu Recht die höchste der gesamten Welt ist.

Bei unserem kleinen Ausflug durch das Delta machten wir bei der Reispapier- und Bonbonherstellung aus Kokosnuss halt. Leider glich dieser Stopp einer Art Kaffeefahrt! Es tummelten sich unzählige Touristen an den Ständen und in den Produktionshallen, so dass von dem eigentlichen Prozess der Arbeit der Einheimischen für uns nichts zu sehen war. Schade eigentlich, weil interessant war es allemal. Bei der anschließenden Fahrt durch die schmalen Kanäle des Deltas konnten wir den Einheimischen beim Alltag zusehen. Als besonders exotisch erwies sich die Szene des Mannes bei der Reinigung eines toten Tieres im Mekong. Es war ein Hund! In Vietnam gibt es halt manchmal auch Hund als Festagsbraten!!!

Am Morgen des zweiten Tages unserer Tour fuhren wir mit dem Ruderboot für knapp zwei Stunden durch die schwimmenden Dörfer. Diese Dörfer haben den Vorteil, dass sie bei Hochwasser immer mit dem steigenden und sinkenden Pegel mitschwimmen. Da der Mekong jedes Jahr über seine Ufer tritt, haben sich vorwiegend im Mekong Delta diese Art der Dörfer etabliert.

Anschließend ging es mit dem Schnellboot in Richtung Kambodscha. Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichten wir die Grenze im Nirgendwo. Hier gab es wirklich nichts, bis auf viele Enten, Hühner und anderlei Getier. Ein paar Häuschen und Schildchen wiesen auf den Grenzposten hin, der eigentlich nur durch die Offiziellen zu erkennen war.

Am Abend erreichten wir völlig erschöpft Phnom Penh und gemeinsam mit zwei weiteren Pärchen aus Deutschland fuhren wir mit dem Tuk Tuk an die "Lake Side" - einem Hotspot für Backpacker. Obwohl dieser Ort nur so von jungen und älteren Reisenden wimmelt, ist er doch wesentlich angenehmer und ruhiger als erwartet. Allerdings bedarf es einer anstrengenden Suche, um ein geeignetes Quartier zu finden. Nun schlafen wir für 4 US$ die Nacht in einem zwar kleinen, dafür aber ruhigen und angenehmen Raum.

Was uns schon seit dem Grenzübertritt zu schaffen macht, ist die unangenehme Wärme. Hier bedarf es einer klaren Tagesplanung, um nicht vor totaler Erschöpfung in Ohnmacht zu fallen. Deswegen erwies sich die Suche nach einem Schuster als reine Nervensache, denn wir hatten seit Tagen schon ein kleines Problem. Bei Caro's Rucksack riss der Tragegurt aus und hing im wahrsten Sinne des Wortes nur noch am seidenen Faden. Unsere Suche nach einer professionellen Hilfe in Saigon scheiterte wegen des Tet-Festivals, da viele Handwerker ihre Geschäfte geschlossen hatten. Also flickten wir das Tragesystem notdürftig und dies musste bis Phnom Penh halten. In Phnom Penh fragten wir abermals mehrfach nach einem Schuster. In einer kleinen Seitengasse wurden wir dann fündig. Unser Glück, dass es diesen Berufsstand in Asien noch zahlreich gibt.

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Sonntag, 18. Februar 2007

Die Cham-Türme und Reiseausblicke

Po Nagar in Nha Trang

Happy Chinese New Year! Alle Vietnamesen sind nun wieder ein Jahr älter... In Vietnam zählt halt nicht der individuelle Geburtstag, sondern das neue Jahr leitet auch ein neues Lebensalter ein. Demzufolge sind die Vietnamesen seit Tagen alle in totaler Aufruhr. Ganz Nha Trang war am 16. Februar auf den Beinen, um sich Abends am Strand zu versammeln. Kein Weg führte durch das Gewimmel von Menschen, Verkaufsständen und Motorrädern. Eigentlich wollten wir uns das Feuerwerk am Strand anschauen, doch der Trubel und die Enge hielten uns davon ab. Dafür hatten wir ein ausgiebiges Gespräch mit einem Kanadier an der Bia Hoi Bar in unserer Straße. Bei einem "German Beer" leiteten wir gemeinsam mit einigen Vietnamesen das neue chinesische Jahr ein. Für uns hatte das natürlich wenig bis keinerlei Bedeutung, doch für die Einheimischen sind die ersten Stunden des Neuen Jahres elementar wichtig!

Am Tage unternahmen wir mit einem geliehenen Tandem einen Ausflug zum Po Nagar und zum Hon-Chon-Felsen. 

Vom Hon-Chon-Felsen wird berichtet, dass dieser den "Fußabdruck des Buddha" trägt. Aus diesem Grund gilt er den Einheimischen als heiliger Ort. Tatsächlich jedoch bereiste Siddharta Gautama (Buddha) zwar mehrere Länder Südostasiens, um seine Lehre zu verbreiten, jedoch ist der Erleuchtete niemals bis in das Gebiet des heutigen Vietnams vorgedrungen!

Anschließend fuhren wir noch zum Po Nagar, einem Cham Tempel aus der Vergangenheit. Dieser Tempel war ursprünglich der Göttin Uroja geweiht, die die Cham als Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin verehrten. Dieser Tempel trägt einen wesentlichen hinduistischen Einfluss. Von der ursprünglichen Pracht der Anlage sind nur noch vier Türme erhalten geblieben. Die anderen Bauwerke fielen kriegerischen Auseinandersetzungen mit Chinesen, Khmer, Javanern und Vietnamesen zum Opfer.

Seit mehreren Tagen versuchen wir nun schon krampfhaft ein Weiterkommen nach Saigon zu arrangieren... Zur Zeit des Tet-Festivals gestaltet sich das Reisen im Land sehr schwierig und die Preise steigen in die Höhe. Seit Wochen gibt es keine Flüge, Bahnfahrkarten und auch Bustickets werden rar. Mit viel Einsatz eines Dänen haben wir nun aber doch ein Ticket für den Bus nach Saigon bekommen. Eigentlich hatten wir uns noch das Mekong-Delta als Reiseoption offen gelassen, jedoch müssen wir diesen Ausflug hart an unserem Budget kalkulieren, da die Preise zur Zeit für asiatische Verhältnisse einfach utopisch hoch sind. Zudem haben wir auch noch einen Flug von Phnom Penh nach Bangkok mit der Air Asia gebucht, da die Weiterfahrt von der Hauptstadt Kambodschas nach Bangkok mit etlichen Risiken verbunden ist. So haben wir mehrere Berichte über Diebstähle und lange Fahrtzeiten gehört. Auch unsere ersten Erfahrungen aus Kambodscha bestätigen einige dieser Berichterstattungen, so dass wir lieber die 55,- EUR für zwei Flugtickets in Kauf nehmen. Allerdings kommen zu dem Flugpreis noch unverschämte 25 US$ Flughafensteuer pro Person dazu. Da ist die Steuer fast genauso teuer wie der Flug...

Inzwischen sind auch wieder neue Reisepläne dazu gekommen. Wir werden der früheren Einladung nach Bangladesh folgen und im Anschluss an Myanmar dort eine Freundin nebst Familie besuchen. 

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Donnerstag, 15. Februar 2007

Ankunft in Nha Trang - Tet Festival

Nach mehr als 8 Stunden im Zug sind wir gestern Abend völlig erschöpft in Nha Trang angekommen.

Die Stadt liegt an der südlichen Zentralküste von Vietnam. Inzwischen hat sie sich zu einem mondänen Badeort entwickelt. Man könnte fast behaupten, es liegt ein Hauch von Cote d' Azur in der Stadt. An der mehr als 5 Km langen Stadtpromenade erstreckt sich ein wunderschöner und sauberer Strand, an dem es sich wirklich aushalten lassen kann. Am Vormittag zieht es bevorzugt die Ausländer ans Meer. Die Einheimischen dagegen vermeiden die direkte Sonneneinstrahlung und das grelle Licht. Für sie ist die Sonne der natürliche Feind der Schönheit! Eine weiße Haut symbolisiert nicht nur in Vietnam, sondern auch in vielen anderen südostasiatischen Ländern, Trauer, aber auch Unschuld und Reinheit. Viele Frauen und Mädchen streben nach einem hellen Teint, der als Schönheitsideal angesehen wird.

Inzwischen ist das gesamte vietnamesische Volk in totaler Aufruhr. Am 18.02. steht das Tet-Festival bevor, an dem in Vietnam das Neue Jahr eingeleitet wird. Bei diesem Fest handelt es sich um den Höhepunkt des Jahres, das für wenigstens drei Tage gefeiert wird. Bereits seit unserer Ankunft in Vietnam vor gut drei Wochen konnten wir die Reinigungszeremonien an den Häusern und Tempelanlagen beobachten, denn das Tet-Festival wird auch als ein Fest der Reinigung angesehen. Vieles hat mit Aberglaube zu tun! Kopierte Geldscheine werden verbrannt, um den verstorbenen Seelen das Geld auf diese Weise zukommen zu lassen. Auch im Jenseits sind es also Zahlungsmittel notwendig... Alles was in der ersten Stunde des neuen Jahres geschieht, wird von den Einheimischen als gutes oder schlechtes Vorzeichen für den gesamten Jahresverlauf angesehen. Dies begründet auch die immense Teuerungsrate zum Feiertag. Für die ersten drei Übernachtungen brauchen wir in Nha Trang nur jeweils 6 US$ zahlen, zur Zeit des Festes werden allerdings 12 US$ fällig. Und so geht es mit vielen Dingen, Kleidung, Essen, Trinken, Reisen etc.

Aus diesem Grund werden wir wohl länger in der Stadt verweilen, da es in Saigon noch schlimmer zugehen soll! Für die letzten Tage bleibt aber noch genug Zeit, um das Mekongdelta zu besichtigen und anschließend mit dem Boot nach Kambodscha einzureisen.  

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Dienstag, 13. Februar 2007

Erfahrungen in Da Nang

Inzwischen haben wir uns ein ganzes Stück weiter gen Süden bewegt. Mit dem Zug sind wir vor drei Tagen über den Wolkenpass nach Da Nang eingereist.

Der Wolkenpass sorgt für ein zweigeteiltes Wetter in Vietnam. Südlich von Lang Co schwingt sich sowohl die Nationalstraße N1 als auch die Bahnlinie nach Saigon in zahlreichen Windungen hinauf zum Wolkenpass. Er bildet die Klimagrenze zwischen dem subtropischen Norden und dem tropischen Süden des Landes. Der Wolkenpass mit seinen knapp 500 Metern Höhe ist ein Ausläufer des Truong-Son-Gebirges und bildet nicht nur die Wetterscheide, sondern war auch jahrhundertelang die Kulturgrenze. Sobald man den Wolkenpass erreicht hat, bietet sich einem ein wundervoller Ausblick auf die türkisfarbene Bucht von Da Nang, wenn nicht tiefhängende Wolken oder Dunst die Sicht behindern. 

Da Nang spielte während des Vietnamkrieges eine wichtige Schlüsselrolle. Die Stadt machte Schlagzeilen, als im März 1965 in der Bucht von Da Nang die ersten amerikanischen Bodentruppen an Land gingen. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine der größten Militärbasen des Landes errichtet, von wo aus die Amerikaner unzählige Luftangriffe auf Nordvietnam flogen.

Heute hat das kleine Örtchen Hoi An der Stadt Da Nang den touristischen Rang abgelaufen. In der Stadt findet man nur vereinzelt ein paar ausländische Touristen. Die Mehrzahl zieht es nach Hoi An, das schon die Amerikaner zu schätzen wussten.

Obwohl es fast alle Ausländer nach Hoi An zieht, haben wir uns für Da Nang entschieden. In einiger Hinsicht eine nicht ganz einfache Entscheidung. Die meisten Hotels in Da Nang sind für große Tourbusse ausgelegt und bieten dem Individualreisenden nur teure Zimmer an. Obwohl ein offensichtliches Überangebot an Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt herrscht, fanden wir erst nach ganz zähen Verhandlungen ein passendes Hotelzimmer! Auch die Suche nach Fahrrädern gestaltete sich frustrierend schwer - genau gesagt unmöglich! Wir wollten eigentlich die Umgebung des Ortes mit den asiatischen Drahteseln erkunden, jedoch gab es in der gesamten Stadt nicht ein einziges Fahrrad zu leihen! Dafür an jeder Ecke wieder Motorräder, die jedoch bei der augenblicklichen Verkehrslage und der katastrophalen Verkehrserziehung der Leute in Vietnam nicht zu empfehlen sind! Also haben wir einen Großteil der Stadt erlaufen.

So auch heute, als wir einen Tagesausflug nach Hoi An unternommen hatten. Mit dem öffentlichen Bus haben wir es tatsächlich hinbekommen, einen individuellen Ausflug zu unternehmen. Für Individualreisende ist Vietnam nicht gerade ein freundliches Land, da man alle sehenswerten Ziele fast ausschließlich nur mit Touren erreichen kann... Nicht schön!

Nach einem Gewaltmarsch von knapp 8 Km haben wir auch das Ziel der Begierde der meisten Touristen in Hoi An zu Gesicht gekommen. Am Meer erstreckt sich ein wunderschöner Sandstrand, der sich allerdings von dem in Da Nang nicht unterscheidet. 

Morgen fahren wir weiter nach Nha Trang. Es steht uns ein weiterer Reisetag bevor. Inzwischen ist fast ganz Vietnam auf den Beinen, da am 18.02.2007 das Tet-Festival - Neues Jahr, Alles neu - gefeiert wird, welches das neue Jahr in Vietnam einleitet und ein sehr wichtiger Feiertag für die Vietnamesen ist. 

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Freitag, 09. Februar 2007

Rund um Hue

Im Kloster von Hue

Seit dem 07. Februar sind wir in der Stadt. Eigentlich hatten wir unsere Reisepläne anders legen wollen. Hatten beabsichtigt, die Tunnel von Vinh Moc zu besuchen, die in Hue bei allen Reiseagenturen in der DMZ Tour angeboten werden. Doch mehr als 8 Stunden im Bus sind uns die 10 Dollar nicht wert! Außerdem glaube ich, dass an dem Preis irgendein Hacken sein muss. Vermutlich artet die Tour dann in eine Kaffeefahrt aus. Das können wir uns sparen.

Also haben wir die Stadt so gut es eben nur geht auf eigene Faust erkundet. Ein Besuch in der Zitadelle und der alten Kaiserstadt stand ebenfalls auf unserem Programm. Nur gestern hatten wir an unserem dreijährigen Jubiläum eine Fahrt mit dem Cyclo unternommen. Wir ließen uns insgesamt zwei Stunden durch die Altstadt von Hue fahren und konnten auch einige andere informative Sachen aus der Tour für uns mitnehmen!

Inzwischen haben wir einige Bekanntschaften mit Ratten machen können, die hier in Hue eine offensichtliche Plage sind! An einigen Stellen laufen die Nager selbst am hellerlichten Tag auf der Straße herum. Manchmal wird man von den Biestern fast umgerannt...

Eine Motorradtour führte uns in die Umgebung von Hue. Zuerst wollten wir mit den Fahrrädern die Umgebung der Stadt zu erkunden, jedoch haben uns die 30 Kilometer auf den asiatischen Drahteseln ("Eisenschweinen") abgeschreckt. Dafür war der Besuch im Grabmal von Tu Duc sehr sehenswert und hat die gesamte Tour über Thu-Wheels, einer kleinen Szenebar in Hue, sehr ereignisreich werden lassen.

Am 11. Februar werden wir mit dem Zug weiter nach Da Nang reisen. Am 23. Februar läuft unser Visum für Vietnam aus. Bis dahin soll uns die Reise noch bis ins Mekong-Delta führen.  

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